Generalleutnant Sollfrank warnt vor Cyber-Bedrohung für deutschen Mittelstand – und unsere Live-Demo vom 15. Oktober zeigt: Die Gefahr ist real, täuschend echt und erschreckend einfach
Das Wichtigste in Kürze (für Eilige)
⚡ Die Warnung: Generalleutnant Alexander Sollfrank, Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr, stellt klar: Deutschland befindet sich in einer strategischen Konfrontation mit Russland. Cyberangriffe auf die deutsche Wirtschaft nehmen massiv zu – und KMU sind zunehmend im Visier.
🎭 Die Demonstration: Bei unserem Security-Workshop am 15. Oktober führte Thomas Springer, ehemaliger Chief Pentesting Officer beim TÜV SÜD, eine Live-Demo mit einem KI-Telefonagenten durch. Das Ergebnis schockierte selbst erfahrene Geschäftsführer: Die künstliche Stimme war von der echten nicht zu unterscheiden.
💰 Die Zahlen: 4,3 Millionen Euro beträgt der durchschnittliche Schaden pro erfolgreichem Business Email Compromise-Angriff. KI-gestützte Phishing-Attacken sind 2025 um 300 Prozent gestiegen. Allein im ersten Quartal 2025 nahmen diese Angriffe um weitere 13 Prozent zu.
⏱️ Die Dringlichkeit: Cyberkriminelle benötigen heute nur noch 45 Sekunden Audiomaterial und eine Stimmprobe, um Ihre Stimme täuschend echt zu klonen. Ein LinkedIn-Video, ein Podcast-Auftritt oder ein YouTube-Statement reichen bereits aus.
🛡️ Die Lösung: Das größte Risiko für KMU ist das sogenannte Bock-Gärtner-Problem – Ihr IT-Dienstleister betreut Ihre Systeme UND prüft gleichzeitig deren Sicherheit. Ein unabhängiges Security Audit deckt Schwachstellen auf, die im Tagesgeschäft übersehen werden.
⏰ Lesezeit: 8 Minuten
| Fakt | Beschreibung |
|---|---|
| Definition | KI-Telefonbetrug nutzt künstliche Intelligenz, um Stimmen realer Personen nachzuahmen und Betrugsanrufe glaubwürdig zu machen. |
| Technologie | Deepfake-Algorithmen analysieren kurze Sprachproben und erzeugen täuschend echte Stimmen in Echtzeit. |
| Zielpersonen | Häufig betroffen sind Finanzabteilungen, Geschäftsführer oder Mitarbeitende mit Zahlungsbefugnissen. |
| Schadenpotenzial | Betrugsversuche bewegen sich oft im fünf- bis sechsstelligen Bereich, z. B. 100.000 € oder mehr. |
| Schutzmaßnahmen | Einführung von Mehr-Faktor-Freigaben, Codewörtern, Awareness-Schulungen und klaren Kommunikationsrichtlinien. |
📌 Die 5 wichtigsten Fragen – einfach erklärt!
1️⃣ Was ist KI-Telefonbetrug?
KI-Telefonbetrug nutzt künstliche Intelligenz, um Stimmen täuschend echt zu imitieren. Betrüger geben sich z. B. als Geschäftsführer oder Mitarbeitende aus und fordern Geldüberweisungen oder vertrauliche Informationen.
2️⃣ Wie funktioniert ein KI-Stimmen-Deepfake?
Mit Hilfe von KI-Tools werden kurze Sprachaufnahmen analysiert. Daraus kann die Software eine nahezu identische Stimme synthetisieren, die dann in Echtzeit in Telefonaten oder Sprachnachrichten eingesetzt wird.
3️⃣ Woran erkenne ich einen möglichen KI-Telefonbetrug?
Typische Warnsignale sind ungewöhnliche Zahlungsaufforderungen, Zeitdruck, fehlende Rückrufmöglichkeiten oder leicht unnatürliche Betonungen in der Stimme. Im Zweifel sollte immer eine Rückbestätigung über bekannte Kommunikationswege erfolgen.
4️⃣ Wie kann ich mein Unternehmen vor KI-Telefonbetrug schützen?
Unternehmen sollten klare Freigabeprozesse für Überweisungen einführen, Mitarbeitende sensibilisieren, Sprachverifikation oder Codewörter für interne Freigaben nutzen und IT-Security-Awareness-Trainings durchführen.
5️⃣ Was tun, wenn ich Opfer eines KI-Telefonbetrugs geworden bin?
Sofort die Bank informieren, um Überweisungen zu stoppen, Beweise sichern (z. B. Anrufaufzeichnungen, E-Mails), Strafanzeige bei der Polizei stellen und interne Sicherheitsrichtlinien prüfen lassen.
📞 Noch Fragen? Wir beraten dich gerne – unverbindlich & persönlich!
Der Anruf, der alles verändert
Es ist Montagmorgen, 9:15 Uhr. Ihre Assistentin nimmt einen Anruf entgegen. Am anderen Ende der Leitung: Die vertraute Stimme Ihres Geschäftsführers. Dringend. Etwas angespannt, aber das ist bei wichtigen Lieferantenzahlungen normal.
„Hören Sie, ich sitze gerade im Flieger nach Frankfurt. Kritische Situation: Unser Zulieferer aus Italien droht mit Produktionsstopp, wenn wir nicht bis heute Mittag die ausstehenden 250.000 Euro überweisen. Ich habe bereits mit der Buchhaltung gesprochen, Sie müssen nur noch die Freigabe machen. Die Kontodaten hat Ihnen Herr Müller aus der Finanzabteilung schon per Mail geschickt.“
Die Stimme klingt authentisch. Die Wortwahl passt. Der Tonfall ist bekannt. Ihre Assistentin hat schon hundertmal mit dem Geschäftsführer telefoniert. Sie überweist.
Erst am Nachmittag, als der echte Geschäftsführer aus dem Urlaub zurückruft, wird klar: Er war nie im Flugzeug. Er hat nie angerufen. Und Herr Müller aus der Finanzabteilung? Den gibt es gar nicht.
250.000 Euro – verschwunden.
Willkommen in der Welt des KI-gestützten Voice-Phishings. Willkommen in der Realität des Jahres 2025.
„Wir sind nicht mehr im Frieden“
Diese Warnung kommt nicht von einem Cybersecurity-Unternehmen, das seine Dienstleistungen verkaufen will. Sie kommt von Generalleutnant Alexander Sollfrank, Befehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr.
In einem aktuellen Interview mit der Deutschen Presse-Agentur stellt Sollfrank unmissverständlich klar: „Wir sind nicht mehr im Frieden. Wir beobachten feindliche Aktivitäten auf die Bundeswehr in Deutschland, auf Infrastruktur, auch Ausspähungen.“ Der General spricht von einer „strategischen Konfrontation mit Russland“ und betont: „Es sind Cyberangriffe, es sind Sachbeschädigungen, es sind Ausspähungen und gezielte Desinformationen.“
Was hat das mit Ihrem mittelständischen Unternehmen in Oberbayern zu tun?
Alles.
Denn während sich die öffentliche Debatte auf militärische Infrastruktur und kritische Einrichtungen konzentriert, geraten zunehmend mittelständische Unternehmen ins Fadenkreuz. Nicht nur staatlich gesteuerte Akteure, sondern auch kriminelle Banden nutzen die gleichen Technologien – und sie haben es auf Ihr Geld abgesehen.
Sollfrank warnt eindringlich: Das Operative Führungskommando blicke „auf den Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur sowie der Industrie, ohne die weder das Gemeinwesen noch das Militär funktionieren kann.“ Mit anderen Worten: Ohne funktionierende Wirtschaft keine Landesverteidigung. Und zur funktionierenden Wirtschaft gehören auch die 30- bis 50-Mitarbeiter-Betriebe in München, Rosenheim und Ingolstadt.
Was am 15. Oktober in unserem Workshop geschah
„Das kann nicht sein. Das klingt exakt wie unser Geschäftsführer.“
Diese Reaktion kam von einem Teilnehmer unseres Security-Workshops am 15. Oktober 2025. Thomas Springer, unser Senior IT-Security Consultant und ehemaliger Chief Pentesting Officer beim TÜV SÜD, hatte gerade eine Live-Demonstration durchgeführt, die selbst erfahrenen Unternehmern den Atem verschlug.
Mit einem handelsüblichen KI-Tool, frei verfügbar im Internet, und lediglich 60 Sekunden Audiomaterial von einem LinkedIn-Video hatte Springer innerhalb weniger Minuten eine täuschend echte Stimmenimitation erstellt. Der KI-Telefonagent war in der Lage, in Echtzeit auf Fragen zu reagieren, Emotionen zu simulieren und sogar typische Sprachmuster zu imitieren.
„Das Erschreckende ist nicht die Technologie an sich“, erklärte Springer den sichtlich beunruhigten Teilnehmern. „Das Erschreckende ist, wie einfach sie zu beschaffen und wie günstig sie zu nutzen ist. Für unter 30 Dollar bekommt man im Darknet Zugang zu Tools, die vor zwei Jahren noch Geheimdiensten vorbehalten waren.“
Thomas Springer weiß, wovon er spricht. Nach seiner Zeit als Chief Pentesting Officer beim TÜV SÜD war er im Global CISO Office der Deutschen Bank AG tätig und anschließend bei der BWI, dem IT-Dienstleister des Bundes, im Bereich Security Architecture. Wenn jemand die Bedrohungslage realistisch einschätzen kann, dann er.
Und seine Einschätzung ist eindeutig: „KI-gestütztes Voice-Phishing ist keine theoretische Bedrohung mehr. Es ist Realität. Und es trifft jeden Tag deutsche Unternehmen.“
Die Technologie hinter der Täuschung: Wie KI Ihre Stimme klont
Wie funktioniert dieser digitale Identitätsdiebstahl konkret? Die Technologie dahinter heißt Voice Cloning und basiert auf Deep Learning-Algorithmen, die in den letzten zwei Jahren exponentiell leistungsfähiger geworden sind.
Der Prozess ist erschreckend simpel:
- Datensammlung: Cyberkriminelle benötigen lediglich 30 bis 60 Sekunden klares Audiomaterial Ihrer Stimme. Quellen gibt es genug:
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LinkedIn-Videos mit Unternehmenspräsentationen
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Podcast-Interviews
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YouTube-Statements
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Aufgezeichnete Webinare
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Sogar die Mailbox-Ansage Ihres Unternehmens
- KI-Training: Moderne Voice-Cloning-Tools wie ElevenLabs, Resemble AI oder die im Darknet verfügbaren Varianten analysieren innerhalb von Minuten Tonhöhe, Sprachrhythmus, Akzent, Atemgeräusche und individuelle Sprachmuster.
- Echtzeit-Synthese: Die KI kann nun in Echtzeit Text in Ihre Stimme umwandeln. Noch beeindruckender: Einige fortgeschrittene Systeme können bereits live auf Fragen reagieren, Emotionen anpassen und sogar typische Füllwörter Ihres Sprachmusters imitieren.
- Die Kosten? Ein professionelles Voice-Cloning-Tool kostet zwischen 30 und 200 Dollar im Monat. Im Darknet sind speziell für kriminelle Zwecke optimierte Varianten bereits ab 30 Dollar als Einmalzahlung erhältlich.
Das bedeutet: Ein Krimineller, der es auf Ihr Unternehmen abgesehen hat, braucht:
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60 Sekunden Audiomaterial (kostenlos im Internet verfügbar)
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Ein 30-Dollar-Tool aus dem Darknet
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Grundlegende Informationen über Ihre Unternehmensstruktur (LinkedIn, Unternehmenswebsite)
Gesamtaufwand: Weniger als zwei Stunden. Gesamtkosten: Unter 50 Euro.
Für einen potenziellen Gewinn von mehreren hunderttausend Euro.
Die Zahlen lügen nicht: Deutschland im Visier
Die Statistiken sind alarmierend und bestätigen, was Generalleutnant Sollfrank warnt:
KI-Phishing explodiert: Im Vergleich zu 2024 ist KI-gestütztes Phishing um 300 Prozent gestiegen. Die Attacken werden dabei nicht nur häufiger, sondern auch deutlich raffinierter. 58 Prozent der Cybersecurity-Verantwortlichen berichten, dass KI bei Angriffen auf ihre Organisationen zum Einsatz kam.
Business Email Compromise kostet Millionen: Der durchschnittliche Schaden bei einem erfolgreichen BEC-Angriff (Business Email Compromise) liegt bei 4,3 Millionen Euro. Allein im ersten Quartal 2025 stiegen diese Angriffe um 13 Prozent.
Deutschland auf Platz 2: Nach aktuellen Daten rangiert Deutschland weltweit auf Platz zwei bei Phishing-Angriffen. Besonders beunruhigend: 14 Prozent aller weltweit versendeten Phishing-E-Mails stammen aus Deutschland selbst – ein Hinweis darauf, dass auch hierzulande kriminelle Infrastrukturen wachsen.
Der Mittelstand im Fokus: Während früher hauptsächlich Großkonzerne im Visier waren, zeigen aktuelle Analysen: 64 Prozent der mittelständischen Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern wurden 2025 bereits Opfer von Phishing-Versuchen. Die Erfolgsquote liegt bei erschreckenden 27 Prozent.
Ransomware folgt oft auf Phishing: Bei 16 Prozent aller Datenschutzverletzungen weltweit ist Phishing das Einfallstor. Die durchschnittlichen Kosten pro Phishing-basierter Datenpanne: 4,9 Millionen Euro – ein Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Warum gerade KMU im Fadenkreuz stehen
„Aber wir sind doch viel zu klein, um für Hacker interessant zu sein.“ Diesen Satz hören wir fast täglich. Und er ist der gefährlichste Irrglaube, den ein Geschäftsführer haben kann.
Tatsächlich sind kleine und mittelständische Unternehmen aus drei Gründen besonders attraktive Ziele:
- Weniger Sicherheitsinfrastruktur
Während Großkonzerne dedizierte Security Operations Centers (SOCs), Chief Information Security Officers (CISOs) und Multi-Millionen-Budgets für Cybersecurity haben, verlassen sich KMU oft auf ihren externen IT-Dienstleister – der primär für den Betrieb, nicht für die Sicherheit zuständig ist.
- Höhere Erfolgsquote
Cyberkriminelle arbeiten ökonomisch. Ein Angriff auf einen DAX-Konzern erfordert Monate Vorbereitung, spezialisierte Hacker und das Risiko, entdeckt zu werden. Bei einem KMU mit 30 Mitarbeitern reicht oft eine überzeugende Phishing-Mail oder ein gefälschter Anruf.
- Schnelle Zahlungsbereitschaft
KMU können sich lange Ausfallzeiten nicht leisten. Ein produzierendes Unternehmen, dessen ERP-System durch Ransomware lahmgelegt ist, verliert pro Tag oft sechsstellige Beträge. Die Bereitschaft, Lösegeld zu zahlen, ist entsprechend hoch – und das wissen die Kriminellen.
Hinzu kommt: Das Bock-Gärtner-Problem.
Das Bock-Gärtner-Problem: Wenn der IT-Dienstleister sich selbst kontrolliert
Stellen Sie sich vor, Ihr Steuerberater würde nicht nur Ihre Steuererklärung erstellen, sondern anschließend auch selbst das Finanzamt spielen und seine eigene Arbeit prüfen. Absurd, oder?
Genau das passiert aber in vielen KMU im Bereich IT-Sicherheit.
Das Problem: Ihr externer IT-Dienstleister ist für den Betrieb Ihrer IT-Infrastruktur verantwortlich. Er richtet Server ein, verwaltet Zugriffsrechte, konfiguriert Firewalls und Backups. Gleichzeitig soll er auch überprüfen, ob diese Systeme sicher konfiguriert sind.
Der Interessenkonflikt ist offensichtlich:
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Wenn ein IT-Dienstleister bei seiner eigenen Sicherheitsprüfung Schwachstellen findet, muss er eingestehen, dass er selbst nicht optimal gearbeitet hat.
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Wenn er zeitaufwendige Security-Maßnahmen empfiehlt, verlängert sich sein eigener Arbeitsaufwand – ohne dass er dafür zwingend mehr abrechnen kann.
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Wenn er „alles sicher“ meldet, gibt es keinen Mehraufwand und keine unangenehmen Fragen.
Das ist das Bock-Gärtner-Problem: Der Bock bewacht den Garten. Und er hat ein natürliches Interesse daran, keine Probleme zu finden.
Verstehen Sie uns nicht falsch: Die meisten IT-Dienstleister arbeiten professionell und im besten Interesse ihrer Kunden. Aber strukturell ist diese Konstellation problematisch – ähnlich wie ein Arzt, der sich selbst operiert.
Die Lösung: Ein unabhängiges Security Audit.
Ein externer Sicherheitsexperte, der nicht in den laufenden Betrieb Ihrer IT involviert ist, prüft mit frischem Blick:
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Sind Zugriffsrechte wirklich nach dem Least-Privilege-Prinzip vergeben?
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Sind alle Systeme aktuell gepatcht?
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Gibt es ungenutzte Accounts mit Admin-Rechten?
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Sind die Backup-Prozesse gegen Ransomware abgesichert?
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Funktioniert Ihr Notfallplan wirklich?
Bei BIOS-TEC führen wir solche unabhängigen Security Audits durch – auch für Unternehmen, die bereits von anderen IT-Dienstleistern betreut werden. Nicht, um den bestehenden Dienstleister zu ersetzen, sondern um eine unabhängige zweite Meinung zu liefern. Wie bei einer ärztlichen Zweitmeinung vor einer wichtigen Operation.
Konkrete Schutzstrategien: Was Sie jetzt tun können
Die gute Nachricht: Sie sind der Bedrohung nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt konkrete, umsetzbare Maßnahmen, die das Risiko drastisch reduzieren.
Sofort umsetzbar (heute):
- Telefonverifizierung bei finanziellen Anfragen
Führen Sie eine eiserne Regel ein: Jede telefonische Zahlungsanweisung wird über einen zweiten Kanal verifiziert. Rufen Sie die Person unter ihrer bekannten Nummer zurück. Nutzen Sie die Nummer aus Ihrem Telefonbuch, nicht die, die im Display des Anrufs angezeigt wird.
- Code-Wort vereinbaren
Vereinbaren Sie mit Ihrem Geschäftsführer und anderen berechtigten Personen ein Code-Wort, das bei dringenden finanziellen Anfragen verwendet werden muss. Klingt altmodisch? Funktioniert perfekt gegen KI-Anrufe.
- Awareness schaffen
Informieren Sie HEUTE alle Mitarbeiter mit Zugriff auf Finanzsysteme über die Bedrohung durch KI-Voice-Phishing. Eine 10-minütige Team-Besprechung kann Hunderttausende Euro Schaden verhindern.
Kurzfristig (diese Woche):
- Prozesse für Zahlungsfreigaben definieren
Legen Sie schriftlich fest: Welche Beträge ab welcher Höhe benötigen welche Freigaben? Dokumentieren Sie den Prozess und machen Sie ihn verbindlich.
- Vier-Augen-Prinzip etablieren
Zahlungen über 10.000 Euro sollten grundsätzlich von zwei Personen geprüft werden. Bei Beträgen über 50.000 Euro sollte zusätzlich eine schriftliche Bestätigung erforderlich sein.
- Rückrufverfahren implementieren
Bei dringenden Anfragen: Immer zurückrufen. Nutzen Sie die im System hinterlegte Telefonnummer, nie die angerufene.
Mittelfristig (diesen Monat):
- Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle kritischen Systeme
MFA ist die effektivste Einzelmaßnahme gegen unbefugten Zugriff. Implementieren Sie sie für:
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E-Mail-Systeme
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Banking-Software
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ERP-Systeme
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VPN-Zugänge
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Cloud-Speicher
- Security Awareness Training
Buchen Sie ein professionelles Security Awareness Training für alle Mitarbeiter. Einmal jährlich ist Minimum, zweimal besser. Inklusive simulierter Phishing-Tests.
- Notfallplan aktualisieren
Haben Sie einen dokumentierten Notfallplan für den Fall eines erfolgreichen Angriffs? Wenn nicht, erstellen Sie einen. Wenn ja, wann haben Sie ihn zuletzt getestet?
Strategisch (dieses Quartal):
- Unabhängiges Security Audit beauftragen
Lassen Sie Ihre IT-Infrastruktur von einem unabhängigen Experten prüfen. Nicht als Kritik an Ihrem IT-Dienstleister, sondern als zusätzliche Sicherheitsebene.
- Penetrationstest durchführen
Ein Penetrationstest zeigt, wie ein echter Angreifer vorgehen würde. Unsere Security-Experten wie Thomas Springer greifen Ihre Systeme an – bevor es die Kriminellen tun. Sie erhalten einen detaillierten Report über gefundene Schwachstellen und konkrete Handlungsempfehlungen.
- Information Security Management System (ISMS) aufbauen
Für größere KMU oder solche in regulierten Branchen: Ein strukturiertes ISMS nach ISO 27001 bietet einen systematischen Rahmen für IT-Sicherheit. Klingt aufwendig? Ist es anfangs auch. Zahlt sich aber langfristig aus.
Checkliste: Ist Ihr Unternehmen gefährdet?
Beantworten Sie ehrlich folgende Fragen:
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Keine Multi-Faktor-Authentifizierung? Wenn Mitarbeiter sich nur mit Benutzername und Passwort anmelden, sind Sie verwundbar.
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Zahlungen ohne Vier-Augen-Prinzip? Wenn eine Person allein hohe Beträge freigeben kann, besteht erhöhtes Risiko.
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Geschäftsführung auf Social Media aktiv? Wenn Ihr GF regelmäßig Videos postet oder Interviews gibt, ist Stimmenmaterial verfügbar.
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Letztes Security Audit liegt über 12 Monate zurück? Die Bedrohungslandschaft ändert sich schnell. Jährliche Audits sind Minimum.
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Ihr IT-Dienstleister prüft seine eigene Arbeit? Das Bock-Gärtner-Problem: Strukturell problematisch, auch bei bestem Willen.
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Keine regelmäßigen Security Awareness Trainings? Der Mensch ist oft das schwächste Glied. Ohne Training bleibt er es.
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Keine dokumentierten Notfallprozesse? „Wir wissen schon, was zu tun ist“ reicht nicht. Im Ernstfall herrscht Chaos – da braucht es Checklisten.
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Backups nicht gegen Ransomware abgesichert? Wenn Angreifer auch Ihre Backups verschlüsseln können, nutzen diese nichts.
Auswertung:
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0-1 Treffer: Gute Basis, bleiben Sie wachsam und halten Sie Ihre Maßnahmen aktuell.
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2-4 Treffer: Handlungsbedarf erkennbar. Priorisieren Sie die kritischsten Punkte.
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5+ Treffer: Dringender Handlungsbedarf. Sie sind ein attraktives Ziel. Vereinbaren Sie kurzfristig ein Gespräch mit einem Security-Experten.
Fazit: Die Frage ist nicht ob, sondern wann
Generalleutnant Sollfrank hat recht: Wir sind nicht mehr im Frieden. Die Bedrohung ist real, sie ist jetzt, und sie betrifft auch Ihr Unternehmen – unabhängig von Größe oder Branche.
Die gute Nachricht: Sie sind nicht wehrlos. Mit den richtigen Maßnahmen, klaren Prozessen und einer gesunden Portion Misstrauen bei ungewöhnlichen Anfragen können Sie das Risiko drastisch reduzieren.
Die schlechte Nachricht: Die Angreifer werden nicht aufhören. Im Gegenteil – die Technologien werden noch besser, noch überzeugender, noch schwerer zu durchschauen.
Cyber-Resilienz ist keine IT-Aufgabe. Sie ist Chefsache.
Als Geschäftsführer tragen Sie die Verantwortung dafür, dass Ihr Unternehmen auch morgen noch handlungsfähig ist. Dazu gehört auch die Cybersicherheit. Nicht als lästige Pflicht, sondern als integraler Bestandteil Ihrer Unternehmensstrategie.
Und dazu gehört auch die Bereitschaft, unbequeme Fragen zu stellen:
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Sind wir wirklich so sicher, wie wir denken?
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Verlassen wir uns zu sehr auf eine einzelne Perspektive?
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Wann haben wir das letzte Mal einen unabhängigen Experten auf unsere IT schauen lassen?
Wie BIOS-TEC Sie unterstützen kann
Bei BIOS-TEC verstehen wir die besondere Situation von KMU in Oberbayern. Seit 2018 sind wir Pioniere bei der Automatisierung von Managed Services in München und haben uns auf IT-Security und Managed KI Services spezialisiert.
Unser Ansatz für Ihre Cybersicherheit:
- Unabhängiges Security Audit
Wir prüfen Ihre bestehende IT-Infrastruktur – auch wenn Sie bereits von einem anderen IT-Dienstleister betreut werden. Unser Ziel ist nicht, Ihren Dienstleister zu ersetzen, sondern eine unabhängige zweite Meinung zu liefern. Wie bei einer ärztlichen Zweitmeinung vor einer wichtigen Entscheidung.
Was wir prüfen:
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Netzwerk-Architektur und Segmentierung
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Zugriffsverwaltung und Berechtigungskonzepte
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Patch-Management und Update-Prozesse
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Backup-Strategien und deren Ransomware-Resistenz
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E-Mail-Security und Phishing-Schutz
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Endpoint Protection und Mobile Device Management
Was Sie erhalten:
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Einen detaillierten Prüfbericht mit allen gefundenen Schwachstellen
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Priorisierte Handlungsempfehlungen nach Risiko und Aufwand
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Konkrete Umsetzungsvorschläge für Quick Wins
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Roadmap für langfristige Verbesserungen
- Penetrationstest durch Thomas Springer
Unser Senior IT-Security Consultant Thomas Springer – ehemaliger Chief Pentesting Officer beim TÜV SÜD, Security-Experte bei der Deutschen Bank und Security Architect bei der BWI (IT des Bundes) – führt professionelle Penetrationstests durch.
Wir greifen Ihre Systeme an – bevor es die Kriminellen tun.
Mehr über unsere Penetrationstests erfahren
- Notfallplanung und Incident Response
Ein Notfallplan ist nur dann wertvoll, wenn er im Ernstfall auch funktioniert. Wir helfen Ihnen:
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Einen realistischen Notfallplan zu entwickeln
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Kritische Prozesse und Abhängigkeiten zu identifizieren
-
Recovery-Zeiten festzulegen (RPO/RTO)
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Den Plan regelmäßig zu testen und zu aktualisieren
- 24/7 Security Monitoring
Angriffe passieren nicht nur zu Bürozeiten. Unser Security Operations Center überwacht Ihre kritischen Systeme rund um die Uhr und reagiert sofort auf Anomalien.
Der nächste Schritt: Sprechen Sie mit uns
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Von Penetrationstests über Security Audits bis hin zu vollständigen Security-as-a-Service-Lösungen – wir bieten das komplette Spektrum für die Cybersicherheit von KMU.
Mehr über unsere IT-Sicherheitsleistungen
Über den Autor
Dieser Artikel wurde vom BIOS-TEC Team unter Beratung von Thomas Springer erstellt. Thomas Springer ist Senior IT-Security Consultant bei BIOS-TEC und verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der IT-Sicherheit. Als ehemaliger Chief Pentesting Officer beim TÜV SÜD, Security-Experte im Global CISO Office der Deutschen Bank AG und Security Architect bei der BWI (IT-Dienstleister des Bundes) kennt er die Bedrohungslandschaft aus unterschiedlichsten Perspektiven.
Quellen & weiterführende Informationen
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Generalleutnant Alexander Sollfrank, Deutsche Presse-Agentur (Januar 2025): Interviews zu hybriden Bedrohungen und Cybersicherheit
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VikingCloud: Cyber Threat Landscape Report 2025
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BioCatch: Betrugstrends im Online-Banking in Deutschland 2025
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Zscaler: ThreatLabz 2025 Phishing Report
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Check Point: Cyberrisiken 2025
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Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): Aktuelle Warnungen und Lageberichte
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Bitkom: Wirtschaftsschutz 2024 – Studie zu Cyberangriffen auf deutsche Unternehmen
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