Microsoft 365 Copilot Business kostet als Add-on 15,60 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, als Aktionspreis bis 31. Dezember 2026, regulär 18,20 €. ChatGPT Business kostet 20 US-Dollar je Nutzer und Monat bei Jahresabrechnung, ChatGPT Enterprise hat keinen Listenpreis. bios UNIVERSE, die KI-Plattform von bios-tec, kostet 399 € netto pro Monat je Anbindung bei jährlicher Laufzeit, Stand Oktober 2026, unabhängig von der Zahl der Mitarbeitenden. Die Lizenz ist aber nur ein Teil der Rechnung. Laut Bitkom nennen 51 % der KI-Anwender Infrastruktur und 50 % die Datenaufbereitung als große Kostenpunkte, Abos und Lizenzen dagegen nur 21 %.
Dieser Beitrag vergleicht die drei Plattformen nach den Fragen, die Geschäftsführung, IT-Leitung und Datenschutzbeauftragte in Unternehmen mit etwa 20 bis 250 Arbeitsplätzen tatsächlich stellen: Welche Daten fließen wohin, was kostet der Betrieb über das erste Jahr, und wie prüft man das im Pilot? Wir legen offen, dass bios-tec bios UNIVERSE selbst betreibt und gleichzeitig herstellerneutral zu Microsoft Copilot, offenen Modellen und bios UNIVERSE berät. Es gibt deshalb keinen Testsieger, sondern Prüfkriterien, die Sie auf Ihren Fall anwenden können. Beträge für bios-tec-IT-Leistungen sind gerundete Erfahrungswerte, kein Angebot; alles netto, Stand Oktober 2026, Änderungen vorbehalten.
Welche KI-Plattformen gibt es für den Mittelstand?
KI-Plattform: Eine Software-Umgebung, über die Mitarbeitende Sprachmodelle nutzen, die Zugriffe auf Unternehmensdaten gesteuert werden und die Administration Nutzer, Rechte und Protokolle verwaltet. Der Begriff umfasst damit mehr als ein Chatfenster: Er schließt Identitätsverwaltung, Datenanbindung, Berechtigungen und Betrieb ein.
Microsoft 365 Copilot: Ein kostenpflichtiges Add-on zu Microsoft 365, das Sprachmodelle mit Inhalten aus Microsoft Graph verbindet, etwa E-Mails, Dokumenten, Kalender und Chats, und in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams arbeitet. Microsoft benennt das Produkt seit 2026 schrittweise in „Microsoft Copilot” um; an Sicherheit, Compliance und Datenschutz ändert sich dadurch laut Microsoft nichts. Die kostenfreie Variante Copilot Chat ist für Nutzer mit berechtigendem Microsoft-365-Abonnement ohne zusätzliche Kosten enthalten.
ChatGPT Business und ChatGPT Enterprise: Die Unternehmensausgaben von ChatGPT. Business ist ein Selbstbedienungs-Tarif ab zwei Nutzern mit bis zu 200 bezahlten Plätzen je Arbeitsbereich. Enterprise wird nur über den Vertrieb verkauft, bietet zusätzlich SCIM-Nutzerverwaltung, Datenresidenz in zehn Regionen und eine Compliance-Schnittstelle. Die Consumer-Tarife Free, Go, Plus und Pro sind für Einzelpersonen gedacht und gehören nicht in einen Unternehmensvergleich.
On-Premise-KI: Sprachmodelle und Wissensdatenbank laufen auf Servern im Kontrollbereich des Unternehmens, entweder im eigenen Serverraum oder auf dedizierten Systemen eines Dienstleisters im Inland. bios UNIVERSE ist die Plattform von bios-tec für diesen Ansatz: KI-Assistenten mit Zugriff auf Firmenwissen, Anbindung an Warenwirtschaft, Buchhaltung oder Ticketsystem mit Berechtigungen je Abteilung, Betrieb auf eigenen Servern des Kunden oder in Rechenzentren in Deutschland. bios-tec betreibt dafür die bios-tec Cloud im bios-tec Rechenzentrum in Deutschland; eine US-Cloud ist nicht erforderlich.
Für Unternehmen zählt nur die Edition, die ein Auftragsverarbeitungsvertrag abdeckt. Die Tabelle ordnet die Produkte nach Edition und Preisstand.
| Produkt / Edition | Zielgruppe laut Hersteller | Preisstand (13.10.2026) | Vertragsbasis |
|---|---|---|---|
| Microsoft 365 Copilot Chat | Nutzer mit berechtigendem Microsoft-365-Abonnement | ohne zusätzliche Kosten | Microsoft-Produktbedingungen; lizenzierte Copilot-Funktionen nicht enthalten |
| Microsoft 365 Copilot Business (Add-on) | Unternehmen mit Business Standard oder Business Premium | 15,60 € je Nutzer/Monat jährlich (Aktion bis 31.12.2026), regulär 18,20 €; 21,84 € monatlich | Microsoft-Produktbedingungen und Datenschutznachtrag |
| Microsoft 365 Copilot (Enterprise-Add-on) | Unternehmen mit Enterprise-Plänen | 26,00 € je Nutzer/Monat jährlich; monatliche Zahlung im Jahresabo möglich, Betrag auf der Preisseite nicht ausgewiesen | wie oben |
| ChatGPT Free, Go, Plus, Pro | Einzelpersonen | nicht Gegenstand dieses Vergleichs | Verbraucherbedingungen; Inhalte können zum Training genutzt werden, Opt-out möglich |
| ChatGPT Business (Standard-Seat) | kleine und wachsende Unternehmen, 2 bis 200 Plätze | 20 US-Dollar je Nutzer/Monat jährlich, 25 US-Dollar monatlich; Premium-Seat 100 bzw. 125 US-Dollar | OpenAI Business Terms, DPA verfügbar |
| ChatGPT Enterprise | Organisationen, Kauf über Vertrieb | kein Listenpreis, „Contact sales” | Enterprise-Vertrag, DPA, Datenresidenz wählbar |
| bios UNIVERSE (bios-tec) | Mittelstand mit sensiblen Daten | 399 € netto je Anbindung/Monat bei jährlicher Laufzeit, Stand Oktober 2026; unbegrenzt Mitarbeitende, Daten und Automatisierungen | Vertrag mit bios-tec GmbH, deutsches Recht |
Was ist besser: Copilot oder ChatGPT?
Die ehrliche Antwort auf die Frage „Copilot oder ChatGPT” hängt von vier Kriterien ab: Wo liegen die Daten, mit denen die KI arbeiten soll? Wer verwaltet Nutzer und Rechte? Wo wird verarbeitet? Und was kostet der Betrieb insgesamt? Die Matrix fasst den Stand der Herstellerunterlagen zusammen. Leere Felder sind bewusst leer: Dort gibt es keine belastbare öffentliche Angabe.
| Kriterium | Microsoft 365 Copilot (Business/Enterprise) | ChatGPT Enterprise (Business in Klammern) | bios UNIVERSE (On-Premise / bios-tec-RZ) |
|---|---|---|---|
| Datenquellen | Microsoft Graph: E-Mail, Dateien, Kalender, Chats; Graph-Connectors und Agents für Fremdsysteme | Hochgeladene Dateien, Projekte, GPTs, Apps zu verbundenen Quellen; „Company Knowledge” in Standard-Seats | Firmendokumente mit Quellenangabe; Anbindung Warenwirtschaft, Buchhaltung, Ticketsystem, Branchensoftware |
| Berechtigungsmodell | Identität in Entra ID; Copilot respektiert bestehende SharePoint- und Dateirechte; Vertraulichkeitsbezeichnungen über Purview | Arbeitsbereich mit Rollen; SSO; SCIM nur Enterprise; Apps authentifizieren je Nutzer | Berechtigungen je Assistent und Abteilung; rollenbasierte Rechtevergabe über zentrales Single-Sign-on, Rechteänderungen protokolliert |
| Training mit Ihren Daten | Nein, Prompts, Antworten und Graph-Daten werden nicht zum Training der Basismodelle genutzt | Nein, standardmäßig kein Training mit Geschäftsdaten; Opt-in möglich | Nein, keine Nutzung zum Training fremder Modelle |
| Speicherort ruhender Daten | Microsoft-365-Mandant; für EU-Kunden innerhalb der EU-Datengrenze | Für neue Enterprise-Arbeitsbereiche wählbar, u. a. Europa; Business ohne Datenresidenz | Eigene Server des Kunden oder dedizierte Systeme in der bios-tec Cloud, bios-tec Rechenzentrum in Deutschland |
| Ort der Modellverarbeitung | Nächstgelegene Rechenzentren der Region; EU-Datenverkehr bleibt in der EU-Datengrenze; Anthropic-Modelle davon ausgenommen | Standard: nicht regional festgelegt; In-Region-GPU-Inferenz in Europa seit 16.01.2026 für berechtigte Enterprise-Kunden | Im Kontrollbereich des Kunden, ohne Drittlandübermittlung laut Hersteller |
| Administration | Microsoft 365 Admin Center, KI-Administrator-Rolle, Purview-Aufbewahrung | Admin-Konsole, Domänenverifizierung, Nutzungsanalysen, Compliance-API (Enterprise) | Mandantenportal mit eigener Umgebung je Kunde, zentrales Single-Sign-on; Einführung, Schulung, Dauerbetrieb durch bios-tec |
| Zertifizierungen laut Hersteller | ISO 27001, ISO 42001, DSGVO, HIPAA genannt | SOC 2 Type 2; ISO 27001, 27017, 27018, 27701, CSA STAR genannt | keine Zertifizierung genannt; Nachweise laut Angebot |
| Voraussetzungen | Berechtigender Microsoft-365-Plan, Entra-ID-Konto, OneDrive, Exchange Online für Postfachfunktionen | Internet, Identitätsanbieter für SSO; Enterprise nur über Vertrieb | Serverkapazität beim Kunden oder bei bios-tec; Erstgespräch und erster Anwendungsfall |
| Listenpreis je Nutzer/Monat | 15,60 € (Business, Aktion) bzw. 26,00 € (Enterprise), jährlich | kein Listenpreis (Business: 20 US-Dollar jährlich) | kein Preis je Nutzer; 399 € netto je Anbindung/Monat bei jährlicher Laufzeit, Stand Oktober 2026, Microsoft-365-Anbindungen kostenfrei integriert |
Zwei Punkte aus der Matrix verdienen eine Erklärung. Erstens sind Copilot und ChatGPT Enterprise beim Thema Training gleichauf: Beide Hersteller erklären, Geschäftsdaten standardmäßig nicht zum Training zu nutzen. Das Argument „die KI lernt mit unseren Daten” gilt für die Unternehmenseditionen nicht mehr, wohl aber für Consumer-Konten, bei denen Inhalte zum Training genutzt werden können, sofern der Nutzer nicht widerspricht.
Zweitens unterscheiden sich die Plattformen beim Ort der Verarbeitung deutlich. Microsoft routet Copilot-Aufrufe an das Sprachmodell in die nächstgelegenen Rechenzentren der Region und hält für EU-Nutzer die EU-Datengrenze ein, nimmt aber Modelle von Anthropic davon aus. OpenAI bietet Datenresidenz zunächst nur für ruhende Daten; regionale Inferenz in Europa gibt es seit Januar 2026 für berechtigte Enterprise-Kunden. Eine On-Premise-Plattform verarbeitet im Kontrollbereich des Kunden. Welche dieser drei Stufen Sie brauchen, hängt von Ihren Daten ab, nicht vom Produkt.
Ist ChatGPT DSGVO-konform?
DSGVO-Konformität einer KI-Plattform: Der Zustand, in dem für jede Verarbeitung personenbezogener Daten eine Rechtsgrundlage, ein Vertrag mit dem Anbieter nach Art. 28 DSGVO, eine Risikobewertung und ein zulässiger Übermittlungsweg vorliegen. Kein Hersteller kann das zusichern, weil er die Daten und Zwecke des Kunden nicht kennt. Die Datenschutzkonferenz der Aufsichtsbehörden hat dazu am 6. Mai 2024 eine Orientierungshilfe veröffentlicht, die Prüfschritte für den Einsatz von KI-Anwendungen zusammenstellt.
Die wichtigste Unterscheidung liegt zwischen den Editionen. Bei Free, Go, Plus und Pro können Inhalte zum Training genutzt werden, sofern kein Widerspruch eingelegt wird; es gibt keinen Unternehmensvertrag. Bei Business und Enterprise erklärt OpenAI, Geschäftsdaten standardmäßig nicht zum Training zu nutzen, Daten mit AES-256 im Ruhezustand und TLS 1.2 oder höher bei der Übertragung zu verschlüsseln und einen Data Processing Addendum abzuschließen. Beide Editionen haben eine SOC-2-Type-2-Prüfung durchlaufen. Trotzdem unterscheiden sie sich in drei Punkten, die für die Prüfung zählen:
- Zugriff durch den Anbieter: Bei Business können autorisierte OpenAI-Mitarbeitende und spezialisierte externe Dienstleister Unterhaltungen zur Prüfung auf Missbrauch einsehen; bei Enterprise greifen OpenAI-Mitarbeitende nur zur Störungsbehebung, auf ausdrückliche Erlaubnis oder bei gesetzlicher Pflicht zu.
- Aufbewahrung: Enterprise-Administratoren steuern die Aufbewahrungsdauer; gelöschte Unterhaltungen werden innerhalb von 30 Tagen entfernt, sofern keine gesetzliche Pflicht entgegensteht. Bei Business können Administratoren Unterhaltungen einsehen, exportieren und löschen.
- Datenresidenz: Nur Enterprise bietet die Speicherung ruhender Daten in Europa, und zwar nur für neu angelegte Arbeitsbereiche. Business hat keine Datenresidenz-Option.
Die Datenflussmatrix zeigt, welche Daten bei den drei Plattformen wohin fließen. Sie ist die Grundlage für das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und für die Frage, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO nötig ist, also ob die Verarbeitung voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte der Betroffenen mit sich bringt.
| Datenfluss | Microsoft 365 Copilot | ChatGPT Enterprise | bios UNIVERSE |
|---|---|---|---|
| Prompts und Antworten (Speicherung) | Im Mandanten gespeichert, verschlüsselt, über Purview durchsuchbar und mit Aufbewahrungsrichtlinien steuerbar; Nutzer können Verlauf löschen | Im Arbeitsbereich gespeichert; Aufbewahrung durch Admin steuerbar; Löschung innerhalb 30 Tagen | Im Kontrollbereich des Kunden, eigene Umgebung je Mandant |
| Unternehmensdaten als Kontext (Grounding) | Graph-Inhalte mit Leserecht des Nutzers; semantischer Index achtet Zugriffsgrenze | Hochgeladene Dateien, Projekte, verbundene Apps mit Nutzer-Authentifizierung | Freigegebene Dokumente und angebundene Systeme je Assistent |
| Modellverarbeitung (Inferenz) | Region, bei hoher Auslastung andere Regionen; EU-Datenverkehr innerhalb EU-Datengrenze; Anthropic-Modelle ausgenommen | Nicht regional festgelegt; regionale GPU-Inferenz in Europa seit 16.01.2026 für berechtigte Kunden | Auf Servern des Kunden oder dedizierten bios-tec-Systemen |
| Training der Basismodelle | Nein | Nein, außer Opt-in | Nein |
| Automatisierte Inhaltsprüfung / Telemetrie | Inhaltsfilter, Jailbreak-Klassifizierer; Missbrauchsüberwachung mit menschlicher Prüfung für Copilot deaktiviert | Automatisierte Klassifizierer; Metadaten ohne Inhalt; menschliche Prüfung je Dienst unterschiedlich | Protokollierung von Rechteänderungen (Anlegen, Ändern, Löschen von Benutzern und Gruppen); Details zu weiterer Protokollierung und Nachweisen im Angebot |
| Websuche | Konfigurierbar; Suchanfrage geht an Bing | Modellabhängig, durch Admin steuerbar | Nicht Teil der Kernbeschreibung |
| Vertragsgrundlage | Produktbedingungen und Datenschutznachtrag; Copilot seit 01.03.2024 unter Datenresidenz-Verpflichtungen | Enterprise-Vertrag und DPA | Vertrag mit bios-tec, deutsches Recht |
| Drittlandbezug | US-Anbieter; EU-Datengrenze als vertragliche Zusage | US-Anbieter; Datenresidenz als Option | Laut Hersteller keine Drittlandübermittlung und kein US-Cloud-Zugriff |
Datenresidenz bedeutet, dass ruhende Daten in einer bestimmten Region gespeichert werden; Microsoft trennt davon ausdrücklich die „Daten in Verarbeitung”, also den Ort, an dem Rechenvorgänge stattfinden. Eine Zusage zur Speicherung in Europa sagt deshalb noch nichts darüber, wo das Modell die Eingabe verarbeitet. Beide US-Anbieter haben hier nachgebessert: Microsoft mit der EU-Datengrenze, OpenAI mit regionaler Inferenz für berechtigte Kunden. Prüfen Sie den aktuellen Stand im Vertrag, nicht im Blogbeitrag.
Für die Übermittlung in ein Drittland gilt Art. 44 DSGVO: Sie ist nur zulässig, wenn Verantwortlicher und Auftragsverarbeiter die Bedingungen des Kapitels V einhalten. Ob ein Angemessenheitsbeschluss, Standardvertragsklauseln oder beides tragen, ist eine Rechtsfrage, die ein Datenschutzbeauftragter oder Anwalt beantworten sollte. bios-tec argumentiert auf seiner Produktseite zusätzlich mit dem US CLOUD Act, der nach dieser Darstellung auch Anbieter mit EU-Servern betrifft. Wir nennen das als Standpunkt des Anbieters, nicht als Rechtsgutachten.
Ist Copilot DSGVO-konform?
Microsoft hat Copilot in das bestehende Vertragswerk für Microsoft 365 eingebettet. Das ist für die Prüfung ein Vorteil, denn Auftragsverarbeitungsvertrag, Datenschutznachtrag und Zertifizierungen sind dieselben wie für Exchange oder SharePoint. Microsoft nennt für Copilot unter anderem DSGVO, ISO 27001 und ISO 42001 für KI-Managementsysteme. Copilot wurde am 1. März 2024 als abgedeckte Arbeitslast in die Datenresidenz-Verpflichtungen der Produktbedingungen aufgenommen; für EU-Kunden ist Copilot ein Dienst innerhalb der EU-Datengrenze.
Der Haken liegt im Berechtigungsmodell. Copilot zeigt nur Daten, für die der einzelne Nutzer mindestens Anzeigeberechtigungen hat, und verlässt sich dabei auf die Rechte in SharePoint, OneDrive und Teams. In vielen Unternehmen sind diese Rechte über Jahre gewachsen: Ordner für „alle”, Freigabelinks ohne Ablauf, Gastkonten aus abgeschlossenen Projekten. Mit Copilot genügt die Frage „Welche Gehaltslisten liegen auf SharePoint?”. Microsoft empfiehlt deshalb ausdrücklich, vor der Einführung übermäßige Freigaben zu korrigieren und Leitplanken über die erweiterte SharePoint-Verwaltung und Purview einzurichten.
Drei weitere Punkte gehören in die Prüfung:
- Modellwahl: Administratoren entscheiden, ob Drittanbieter-Modelle von Anthropic oder OpenAI in Copilot genutzt werden; für diese gelten zusätzliche Bedingungen, und Anthropic-Modelle sind derzeit von der EU-Datengrenze ausgenommen. Wer die EU-Datengrenze als Prüfkriterium ansetzt, muss diese Modelle abschalten oder die Ausnahme dokumentieren.
- Agents und Connectors: Daten aus Graph-Connectors und Agents fließen in Copilot-Antworten ein; Administratoren legen im Admin Center fest, welche Agents zulässig sind, und sollten deren Datenschutzbestimmungen prüfen.
- Websuche: Ist sie erlaubt, sendet Copilot generierte Suchanfragen an Bing. Die Funktion ist je Richtlinie konfigurierbar.
Für beide Cloud-Plattformen gilt derselbe Prüfpfad. Wir fassen ihn als Checkliste zusammen, die Sie vor dem Pilot abarbeiten:
- Zweck und Datenkategorien je Anwendungsfall festlegen; besondere Kategorien nach Art. 9 DSGVO gesondert bewerten.
- Edition prüfen: Consumer-Konten ausschließen, Unternehmensedition mit Vertrag wählen.
- Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO abschließen, der Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung sowie Datenkategorien festlegt.
- Drittlandübermittlung nach Kapitel V DSGVO bewerten und dokumentieren.
- Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO durchführen, wenn ein hohes Risiko wahrscheinlich ist.
- Berechtigungen bereinigen, Aufbewahrung festlegen, Protokollierung aktivieren.
- Mitarbeitende schulen und eine Nutzungsrichtlinie veröffentlichen; Betriebsrat einbeziehen, wo Leistungs- oder Verhaltenskontrolle möglich ist.
Die Liste erklärt auch, warum Datenschutz in der Bitkom-Befragung für KI-Anwender die häufigste Hürde ist: 66 % nennen Datenschutzanforderungen, 56 % rechtliche Unsicherheit und 45 % die Sorge vor dem Abfluss von Unternehmensdaten. Diese Hürden verschwinden nicht durch die Wahl einer Plattform, aber sie werden mit einer vollständigen Datenflussmatrix handhabbar.
Was kostet Microsoft 365 Copilot?
Copilot ist kein eigenständiges Produkt, sondern ein Add-on. Wer es kauft, braucht zusätzlich einen berechtigenden Microsoft-365-Plan; für die Business-Variante nennt Microsoft Business Standard und Business Premium, jeweils mit oder ohne Teams. Der Aktionspreis gilt laut Fußnote vom 1. Juli bis 31. Dezember 2026, nur für das erste Jahr und nur für Bestandskunden mit berechtigendem Business-Tarif. Für die Budgetplanung ab dem zweiten Jahr sollten Sie deshalb mit dem regulären Preis rechnen.
| Microsoft-Edition (Stand 13.10.2026) | Jährliche Abrechnung je Nutzer/Monat | Monatliche Abrechnung je Nutzer/Monat | 25 Nutzer, 12 Monate (jährlich) |
|---|---|---|---|
| Copilot Business Add-on, Aktionspreis | 15,60 € | 21,84 € | 4.680 € |
| Copilot Business Add-on, regulär | 18,20 € | nicht ausgewiesen | 5.460 € |
| Copilot Enterprise-Add-on | 26,00 € | nicht ausgewiesen (monatliche Zahlung im Jahresabo möglich) | 7.800 € |
| Copilot Chat | ohne zusätzliche Kosten | – | 0 € |
Alle Microsoft-Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Die Spalte rechts ist eine einfache Hochrechnung über zwölf Monate. Copilot Chat ist kostenlos, enthält aber nicht die lizenzierten Copilot-Funktionen; dafür ist eine Copilot-Lizenz nötig.
Was kostet ChatGPT Enterprise?
Für den Mittelstand ist die Grenze von 200 Plätzen der entscheidende Punkt. OpenAI begrenzt ChatGPT Business seit dem 24. August 2026 auf höchstens 200 bezahlte Standard- und Premium-Plätze je Abonnement und verweist größere Organisationen auf Enterprise. Ein Arbeitsbereich braucht mindestens zwei bezahlte Plätze. Die Premium-Plätze kosten 100 US-Dollar jährlich bzw. 125 US-Dollar monatlich abgerechnet.
Schätzwerte Dritter für Enterprise-Preise übernehmen wir nicht, weil OpenAI sie nicht bestätigt. Seriös kalkulieren Sie Enterprise nur mit einem schriftlichen Angebot, das drei Punkte ausweist: Preis je Platz, Mindestlaufzeit und Mindestzahl der Plätze. Fragen Sie außerdem, ob Datenresidenz in Europa und regionale Inferenz Teil des Angebots sind, denn beide sind an die Einrichtung eines neuen Arbeitsbereichs bzw. an eine Berechtigung gebunden.
| ChatGPT-Edition (Stand 13.10.2026) | Preis je Nutzer/Monat | Plätze | Datenresidenz Europa |
|---|---|---|---|
| Business, Standard-Seat | 20 US-Dollar jährlich, 25 US-Dollar monatlich | 2 bis 200 | nein |
| Business, Premium-Seat | 100 US-Dollar jährlich, 125 US-Dollar monatlich | in den 200 enthalten | nein |
| Enterprise | kein Listenpreis, Angebot über Vertrieb | laut Angebot | ja, für neue Arbeitsbereiche |
Die Preise gelten in US-Dollar und können je Land und Währung abweichen; kalkulieren Sie mit dem Betrag aus Angebot oder Rechnung.
Welche Kosten entstehen neben der Lizenz?
Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO): Die Summe aller Kosten einer Lösung über einen festgelegten Zeitraum, also Lizenzen, Einführung, Integration, Betrieb und interner Aufwand. Für KI-Plattformen bietet sich ein Zeitraum von zwölf Monaten an.
Die TCO-Tabelle zeigt die Kostenarten je Plattform.
| Kostenblock | Microsoft 365 Copilot | ChatGPT Enterprise | bios UNIVERSE |
|---|---|---|---|
| Lizenz | 15,60 bis 26,00 € je Nutzer und Monat, plus Microsoft-365-Basislizenz | laut Angebot | 399 € netto je Anbindung und Monat bei jährlicher Laufzeit, Stand Oktober 2026, nutzerunabhängig |
| Vorbereitung der Daten | Berechtigungen in SharePoint, OneDrive und Teams bereinigen | Quellen und Projekte festlegen, Apps anbinden | Dokumente und Systeme je Assistent freigeben |
| Integration | Graph-Connectors und Agents | Apps und Connectors | Warenwirtschaft, Buchhaltung, Ticketsystem; Kosten je Anwendungsfall |
| Infrastruktur | in der Microsoft-Cloud enthalten | in der OpenAI-Cloud enthalten | Server beim Kunden oder dedizierte Systeme in der bios-tec Cloud im bios-tec Rechenzentrum in Deutschland |
| Betrieb und Support | eigene IT oder Dienstleister | eigene IT oder Dienstleister | durch bios-tec; Reaktionszeit je Betreuungsstufe vertraglich festgelegt (Server: Stufe Standard innerhalb 4 h, Stufe Rundum innerhalb 2 h bei kritischen Problemen; Bemühenspflicht, keine Verfügbarkeitsgarantie) |
| Schulung und Richtlinie | intern oder extern | intern oder extern | Teil der Einführung laut Anbieter |
bios UNIVERSE wird je Anbindung abgerechnet, nicht je Nutzer: 399 € netto pro Monat je Anbindung bei jährlicher Laufzeit, Stand Oktober 2026, inklusive unbegrenzt Mitarbeitende, Daten und Automatisierungen; Microsoft-365-Anbindungen sind kostenfrei integriert. Zwei angebundene Systeme kosten damit 798 € netto im Monat. Individuelle, vollautomatische Schnittstellen-Projekte bietet bios-tec auf Anfrage an. Vorbereitende IT-Leistungen wie Dokumentation und Server-Betreuung bietet bios-tec in drei Betreuungsstufen an, plattformunabhängig und ohne KI-Lizenz oder KI-Hosting; die Spannen sind gerundete Erfahrungswerte, kein Angebot.
| Stufe | Was Sie bekommen | Für wen |
|---|---|---|
| Basis | Überwachung und Pflege: Fernwartung, tägliches Monitoring, Inventar, Sicherheitsupdates, Virenschutz; Meldungen per E-Mail | Betriebe mit eigenem IT-Ansprechpartner, die nur Überwachung und Pflege auslagern |
| Standard | Basis plus Ticketsystem, engeres Monitoring, regelmäßige Bereinigung, mehr Sicherheitsprüfungen; bei Servern Beginn der Bearbeitung innerhalb 4 h bei kritischen Problemen | Betriebe ohne eigene IT, die feste Reaktionszeiten brauchen |
| Rundum | Standard plus Server-Reaktionszeit innerhalb 2 h, engmaschigstes Monitoring, monatliche Pflege und Prüfungen, Notfallplan-Prüfung mit Notfallübung, regelmäßiges IT-Strategiegespräch | Betriebe, für die der Server hinter dem KI-Pilot geschäftskritisch ist |
| bios-tec-Leistung | Orientierung netto (Erfahrungswert) | Nutzen für die KI-Einführung |
|---|---|---|
| IT-Dokumentation einmalig, Umgebungen bis etwa 10 Server | rund 500 bis 4.000 €, größere Umgebungen auf Anfrage | Bestandsaufnahme der IT als Ausgangspunkt; Umfang laut Angebot |
| Pflege der Dokumentation je Monat | rund 50 bis 150 €, im Rahmen einer laufenden Betreuung | Dokumentation bleibt nach Änderungen aktuell |
| Server-Betreuung je Server und Monat, Basis bis Rundum | rund 25 bis 200 €, Einrichtung einmalig rund 25 bis 300 € | Monitoring des Servers, auf dem der KI-Pilot läuft; in der Stufe Rundum Beginn der Bearbeitung innerhalb von 2 Stunden bei kritischen Problemen, keine Lösungs- oder Verfügbarkeitsgarantie |
| Leistungen außerhalb der Pauschale | Stundensatz rund 100 bis 300 € netto, je nach Qualifikation | Berechtigungen bereinigen, Richtlinien einrichten |
Rechenbeispiel: Copilot Business für 25 Nutzer im ersten Jahr
Ein Unternehmen mit 25 Arbeitsplätzen und zwei Servern nutzt Microsoft 365 Business Standard und will Copilot Business einführen. Vorher sollen die IT dokumentiert und die Freigaben bereinigt werden. Die Microsoft-Preise sind Herstellerpreise, die bios-tec-Positionen gerundete Erfahrungswerte.
| Position | Rechnung | Betrag netto |
|---|---|---|
| Copilot Business Add-on, Aktionspreis jährlich | 25 Nutzer × 15,60 € × 12 Monate | 4.680 € |
| IT-Dokumentation, 2 Server | einmalig, Erfahrungswert | rund 500 bis 4.000 € |
| Pflege der Dokumentation | rund 50 bis 150 € × 12 Monate | rund 600 bis 1.800 € |
| Bereinigung der Freigaben, angenommen 10 Stunden | 10 Stunden zu rund 100 bis 300 € | rund 1.000 bis 3.000 € |
| Summe erstes Jahr | Spanne aus den Positionen oben | rund 6.700 bis 13.500 € |
Die Lizenz macht hier gut ein Drittel bis rund 70 Prozent der Summe aus. Ab dem zweiten Jahr fällt die Dokumentation weg, dafür steigt der Copilot-Preis auf den Regelpreis von 18,20 €: 25 × 18,20 € × 12 ergibt 5.460 €, zuzüglich rund 600 bis 1.800 € Pflege sind das rund 6.100 bis 7.300 €. Die Basislizenz Business Standard ist nicht eingerechnet, weil das Unternehmen sie bereits nutzt; die Dokumentationspflege setzt eine laufende Betreuung durch bios-tec voraus. Die zehn Stunden sind eine Annahme; der Aufwand hängt davon ab, wie viele Freigaben über die Jahre gewachsen sind. Ein konkretes Angebot erstellt bios-tec nach einem kurzen Erstgespräch.
Was nicht enthalten ist
- Microsoft-365-Basislizenzen und deren Preiserhöhungen; sie sind Voraussetzung für Copilot.
- Lizenzen für ChatGPT Enterprise und bios UNIVERSE; Enterprise gibt es nur auf Angebot, bios UNIVERSE kostet 399 € netto je Anbindung und Monat bei jährlicher Laufzeit, Stand Oktober 2026; das Beispiel betrachtet nur Copilot.
- Agents mit nutzungsabhängiger Abrechnung in Copilot Chat; Microsoft nennt dafür keine Beträge auf der Preisseite.
- Interner Aufwand für Pilotgruppe, Datenschutzbeauftragten und Betriebsrat.
- Datenschutz-Folgenabschätzung und Rechtsberatung, falls erforderlich.
- Umsatzsteuer: Alle Beträge sind Nettobeträge.
Wann passt lokaler Betrieb, wann Cloud?
Lokale Verarbeitung: Auch das Sprachmodell rechnet im eigenen Kontrollbereich, nicht nur die Speicherung liegt dort; Datenresidenz allein leistet das nicht. Für die Entscheidung helfen fünf Fragen:
- Welche Daten verarbeitet die KI? Gesundheitsdaten, Personalakten oder Berufsgeheimnisse verlangen eine strengere Prüfung als Marketingtexte.
- Wo liegen die Daten heute? Liegen Dokumente und E-Mails in Microsoft 365, nutzt Copilot sie ohne zusätzliche Anbindung. Liegen sie in Warenwirtschaft oder Branchensoftware, ist die Integration der größere Aufwand.
- Wer betreibt die Plattform? Cloud-Dienste verlagern den Betrieb zum Hersteller. Eine eigene Plattform braucht Server, Überwachung und Updates, intern oder über einen Dienstleister.
- Wie viele Nutzer arbeiten damit? Über 200 Plätzen ist ChatGPT Business keine Option mehr.
- Welche Restrisiken akzeptiert die Geschäftsführung? Drittlandbezug, Anbieterabhängigkeit und Ausnahmen wie die Anthropic-Modelle in Copilot sollten schriftlich bewertet sein.
Auch eine Kombination ist möglich, etwa Copilot für Büroarbeit und eine eigene Plattform für Abteilungen mit sensiblen Daten. Dann legt eine Nutzungsrichtlinie fest, welche Daten in welches Werkzeug dürfen.
Wie testen Sie KI-Plattformen im Pilot?
Pilot: Ein zeitlich begrenzter Testbetrieb mit echten Aufgaben und echten, aber freigegebenen Daten, an dessen Ende eine dokumentierte Entscheidung steht.
| Testaufgabe (für alle Plattformen identisch) | Abnahmekriterium | Messung |
|---|---|---|
| Frage zu einer internen Richtlinie beantworten | Antwort korrekt, mit Quellenangabe auf das richtige Dokument | Stichprobe von 20 Fragen, Fachabteilung bewertet |
| Antwortentwurf auf eine Kundenmail | Inhaltlich richtig, Tonalität passt, nur geringe Nacharbeit | Zeit bis zur versandfertigen Mail im Vergleich zu bisher |
| Langes Dokument zusammenfassen | Keine erfundenen Inhalte, alle Kernpunkte enthalten | Abgleich durch Autor des Dokuments |
| Berechtigungstest: Nutzer ohne Recht fragt nach Personaldaten | Plattform liefert keine geschützten Inhalte | Testkonto mit eingeschränkten Rechten |
| Auswertung aus einem Fachsystem | Zahlen stimmen mit dem System überein | Abgleich mit Bericht aus dem System |
| Protokoll und Löschung | Zugriffe nachvollziehbar, Löschung wirksam | Prüfung durch Administrator und Datenschutzbeauftragten |
Der Berechtigungstest ist der wichtigste Punkt, weil er die größte Schwachstelle aller drei Ansätze prüft. Legen Sie die Abnahmekriterien vor dem Start schriftlich fest, sonst bewertet am Ende das Bauchgefühl. Wie ein vollständiger Einführungsplan aussieht, beschreibt der Beitrag KI im Mittelstand einführen: 90-Tage-Plan.
Welche KI-Plattform passt zu Ihrem Unternehmen?
Wir betreiben bios UNIVERSE selbst und beraten trotzdem zu allen drei Wegen. Wenn Sie Ihre Auswahl oder einen Pilot besprechen möchten, beginnt das mit einem kostenlosen Erstgespräch: Kontakt aufnehmen. Mehr zur Plattform finden Sie unter bios UNIVERSE, KI-Agenten On-Premise, ChatGPT-Alternative mit DSGVO-Fokus und KI-Beratung.
bios-tec auf einen Blick
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Erfahrung | Seit 1999 IT-Services, seit 2010 als bios-tec GmbH |
| Preis bios UNIVERSE | 399 € netto je Anbindung/Monat bei jährlicher Laufzeit, Stand Oktober 2026; unbegrenzt Mitarbeitende, Daten, Automatisierungen; Microsoft-365-Anbindungen kostenfrei |
| Schnittstellen-Projekte (individuell, vollautomatisch) | Angebot auf Anfrage |
| Rechenzentrum | bios-tec Rechenzentrum in Deutschland (bios-tec Cloud), keine US-Cloud-Pflicht |
| Betreuungsstufen | Basis (Überwachung und Pflege), Standard (plus Ticketsystem und feste Reaktionszeit, Server innerhalb 4 h), Rundum (plus Server innerhalb 2 h, monatliche Pflege, Notfallübung, IT-Strategiegespräch); Reaktionszeiten mit Bemühenspflicht, keine Garantie |
| IT-Dokumentation einmalig, bis etwa 10 Server | rund 500 bis 4.000 € netto, Erfahrungswert, kein Angebot |
| Leistungen außerhalb der Pauschale | Stundensatz-Spanne rund 100 bis 300 € netto, je nach Qualifikation, Erfahrungswert |
Autor: Matthias Becker, Geschäftsführer der bios-tec GmbH.
Häufige Fragen
Was ist besser: Copilot oder ChatGPT?
Das hängt davon ab, wo Ihre Daten liegen. Copilot arbeitet mit Inhalten aus Microsoft 365 und zeigt nur, worauf ein Nutzer Leserechte hat. ChatGPT Business und Enterprise sind eigenständige KI-Arbeitsplätze mit eigenen Projekten und Apps. Beide Unternehmensausgaben nutzen Geschäftsdaten laut Hersteller standardmäßig nicht zum Training. Entscheiden Sie anhand eines Pilots mit identischen Aufgaben, nicht anhand von Herstellerdemos.
Worin unterscheiden sich die Editionen von ChatGPT?
Free, Go, Plus und Pro sind Tarife für Einzelpersonen; dort können Inhalte zum Training genutzt werden, sofern Sie nicht widersprechen. ChatGPT Business kostet 20 US-Dollar je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und ist auf 200 bezahlte Plätze begrenzt. ChatGPT Enterprise gibt es nur über den Vertrieb, mit SCIM-Nutzerverwaltung, Compliance-Schnittstelle und Datenresidenz in Europa für neue Arbeitsbereiche.
Was kostet Microsoft 365 Copilot?
Microsoft 365 Copilot Business kostet 15,60 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, als Aktionspreis bis 31. Dezember 2026 und nur im ersten Jahr; regulär sind es 18,20 €. Die Enterprise-Variante kostet 26,00 € je Nutzer und Monat. Alle Preise gelten zuzüglich Umsatzsteuer und zusätzlich zu einer berechtigenden Microsoft-365-Lizenz. Copilot Chat ist ohne Zusatzkosten enthalten.
Wie kalkulieren Sie ChatGPT Enterprise ohne Listenpreis?
OpenAI veröffentlicht keinen Enterprise-Preis. Holen Sie ein schriftliches Angebot ein, das Preis je Platz, Mindestlaufzeit und Mindestzahl der Plätze ausweist, und fragen Sie nach Datenresidenz und regionaler Inferenz in Europa. Als öffentliche Orientierung dient nur ChatGPT Business mit 20 US-Dollar je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Schätzwerte Dritter sind keine belastbare Grundlage.
Ist ChatGPT DSGVO-konform?
Kein Produkt ist als solches DSGVO-konform; entscheidend ist der Einsatz. Für Business und Enterprise bietet OpenAI einen Auftragsverarbeitungsvertrag, Verschlüsselung und standardmäßig kein Training mit Geschäftsdaten. Prüfen müssen Sie Rechtsgrundlage, Drittlandübermittlung, Aufbewahrung und gegebenenfalls eine Datenschutz-Folgenabschätzung. Die Speicherung ruhender Daten in Europa bietet nur Enterprise, und zwar für neu angelegte Arbeitsbereiche.
Wie prüfen Sie bei Copilot Datenzugriff und Berechtigungen?
Copilot zeigt alles, worauf ein Nutzer mindestens Leserechte hat. Prüfen Sie deshalb vor der Einführung die Freigaben in SharePoint, OneDrive und Teams, besonders Ordner für alle, Freigabelinks ohne Ablauf und alte Gastkonten. Microsoft empfiehlt, übermäßige Freigaben zu korrigieren und Leitplanken über die erweiterte SharePoint-Verwaltung und Purview einzurichten. Testen Sie das Ergebnis mit einem Konto mit eingeschränkten Rechten.
Wann kommt On-Premise mit bios UNIVERSE in die Auswahl?
Wenn sensible Daten verarbeitet, Fachsysteme wie Warenwirtschaft oder Buchhaltung angebunden oder Drittlandbezüge vermieden werden sollen. bios UNIVERSE läuft auf Servern des Kunden oder auf dedizierten Systemen in bios-tec-Rechenzentren und wird von bios-tec eingeführt und betrieben. Für gelegentliche, unkritische Textaufgaben reicht laut bios-tec auch ChatGPT. Der Einstieg ist ein kostenloses Erstgespräch mit einem klar umrissenen ersten Anwendungsfall.
Was kostet bios UNIVERSE?
bios UNIVERSE kostet 399 € netto pro Monat je Anbindung bei jährlicher Laufzeit, Stand Oktober 2026, inklusive unbegrenzt Mitarbeitende, Daten und Automatisierungen; Microsoft-365-Anbindungen sind kostenfrei integriert. Zwei angebundene Systeme kosten damit 798 € netto im Monat. Individuelle, vollautomatische Schnittstellen-Projekte gibt es auf Anfrage. Vorbereitende IT-Leistungen wie die IT-Dokumentation liegen als Erfahrungswert bei rund 500 bis 4.000 € netto einmalig, je nach Größe der Umgebung. Leistungen außerhalb der Pauschale liegen bei rund 100 bis 300 € netto je Stunde, je nach Qualifikation. Ein konkretes Angebot erstellt bios-tec nach einem kurzen Erstgespräch.
Welche drei Betreuungsstufen gibt es bei bios-tec?
Basis umfasst Überwachung und Pflege: Fernwartung, tägliches Monitoring, Inventar, Sicherheitsupdates, Virenschutz, Meldungen per E-Mail. Standard ergänzt Ticketsystem, engeres Monitoring, regelmäßige Bereinigung und mehr Sicherheitsprüfungen; bei Servern beginnt die Bearbeitung kritischer Probleme innerhalb von 4 Stunden. Rundum ergänzt die kürzeste Reaktionszeit (Server innerhalb 2 Stunden), engmaschigstes Monitoring, monatliche Pflege und Prüfungen, Notfallplan-Prüfung mit Notfallübung und ein regelmäßiges IT-Strategiegespräch. Alle Zeiten sind Reaktionszeiten mit Bemühenspflicht, keine Verfügbarkeitsgarantie.



