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Managed Services oder eigene IT-Abteilung 2026: Was sich für KMU rechnet

  • 22 Min. Lesezeit
  • Matthias Becker
Ein Weg verzweigt sich zu zwei gleich großen offenen Türen mit goldenen Schwellen.
Ein Weg verzweigt sich zu zwei gleich großen offenen Türen mit goldenen Schwellen.

Managed Services für 25 Arbeitsplätze mit zwei Servern kosten je nach Betreuungsstufe rund 200 bis 1.800 € netto im Monat, zuzüglich einmaliger Einrichtung (Erfahrungswert bios-tec, gerundet). Eine eigene IT-Abteilung kostet dagegen das Bruttogehalt plus rund 29 € Lohnnebenkosten je 100 € Verdienst, dazu Vertretung, Werkzeuge und Weiterbildung. Welches Modell günstiger ist, entscheidet sich nicht am Preisschild, sondern an Leistungsumfang, Verfügbarkeit und den Aufgaben, die ohnehin im Haus bleiben.

Dieser Beitrag richtet sich an Geschäftsführung und kaufmännische Leitung in Unternehmen mit etwa 20 bis 150 Arbeitsplätzen. Er erklärt die Begriffe und die drei Betreuungsstufen Basis, Standard und Rundum, legt die Kostenbausteine beider Modelle nebeneinander und liefert ein Rechenbeispiel mit Orientierungsspannen sowie eine Prüfliste für Vertrag und Ausstieg. Alle bios-tec-Spannen sind gerundete Erfahrungswerte aus Kundenprojekten, Stand Oktober 2026, netto zuzüglich Umsatzsteuer, kein Angebot; Marktzahlen sind als solche gekennzeichnet. Was ein einzelner Support-Vorfall kostet, behandelt der Beitrag IT-Support-Kosten.

Was sind Managed IT Services und was unterscheidet sie von Outsourcing?

Managed IT Services: Wiederkehrende IT-Dienstleistungen wie Monitoring, Updates, Datensicherung und Fernwartung, die ein Dienstleister zu einem festen Monatspreis übernimmt und deren Erbringung er verantwortet. Der entscheidende Unterschied zur klassischen IT-Betreuung liegt in der Arbeitsweise. Herkömmlicher IT-Service reagiert, wenn etwas ausgefallen ist. Managed Services sind präventiv ausgerichtet und sollen Störungen erkennen, bevor Anwender sie bemerken.

Managed Service Provider (MSP): Der Dienstleister, der definierte IT-Leistungen für seine Kunden verwaltet und die Verantwortung für deren Bereitstellung übernimmt, in der Regel im Rahmen eines Service Level Agreements und gegen eine monatliche Gebühr. Der MSP ist für die Funktion der betreuten Systeme verantwortlich, nicht der Kunde. Die Daten- und Finanzhoheit verbleibt trotzdem beim Auftraggeber.

IT-Outsourcing: Die Übergabe eines gesamten IT-Bereichs an einen externen Anbieter, häufig einschließlich Personal, Infrastruktur und Entscheidungsverantwortung. Managed Services sind eine Teilmenge davon: Sie betreffen abgegrenzte, standardisierte Aufgaben, nicht die gesamte IT-Funktion. Ein Unternehmen, das seine Server und Arbeitsplätze in Managed Services gibt, behält die Entscheidung über Strategie, Budget und Anbieter. Ein Unternehmen, das seine IT outsourct, gibt oft auch diese Entscheidungen aus der Hand.

Die Abgrenzung ist für die Kostenfrage wichtig. Managed Services ersetzen nicht automatisch eine IT-Abteilung. Sie ersetzen den Teil der Arbeit, der sich standardisieren lässt: Überwachung, Updates, Sicherung, Inventar. Was nicht standardisierbar ist, etwa die Auswahl einer Branchensoftware, bleibt Aufgabe des Unternehmens oder wird separat als Beratung eingekauft.

bios-tec unterscheidet drei Betreuungsstufen, die für Arbeitsplätze, Server und Datensicherung gleich aufgebaut sind. Jede Stufe enthält die darunterliegende.

StufeWas Sie bekommenFür wen
Basis – Überwachung und PflegeFernwartung, tägliches Monitoring, Inventar, Sicherheitsupdates, Virenschutz; Meldungen per E-MailKleine Betriebe mit wenigen Systemen, die den überwachten Betrieb wollen und Störungen im Tagesgeschäft hinnehmen können
Standard – Basis plus Ticketsystem und feste ReaktionszeitMeldungen laufen ins Ticketsystem, engere Überwachung rund um die Uhr, regelmäßige Bereinigung, mehr Sicherheitsprüfungen; bei Servern Beginn der Bearbeitung innerhalb von 4 Stunden bei kritischen Problemen; bei Datensicherung regelmäßige TestrücksicherungBetriebe, bei denen ein Serverausfall die Arbeit anhält und niemand im Haus nachts auf die Systeme schaut
Rundum – Standard plus kürzeste Reaktion und StrategieServer-Reaktionszeit innerhalb von 2 Stunden, engmaschigste Überwachung, monatliche Pflege und Prüfungen; bei Datensicherung monatliche Testrücksicherung, Notfallplan-Prüfung und Notfallübung; regelmäßiges IT-StrategiegesprächBetriebe mit hoher Abhängigkeit von der IT, Nachweispflichten gegenüber Kunden oder Versicherern und ohne eigene IT-Stelle

Zur Orientierung: Arbeitsplatz-Betreuung rund 5 bis 40 € je Arbeitsplatz, Server-Betreuung rund 25 bis 200 € je Server, Datensicherung rund 25 bis 200 € je gesichertem System, jeweils im Monat, Untergrenze Basis, Obergrenze Rundum. Alle Reaktionszeiten sind Bemühenspflichten für den Beginn der Bearbeitung, keine Lösungsgarantien. Ein unbegrenzter Anwender-Helpdesk ist in keiner Stufe enthalten.

Wann lohnt sich eine eigene IT-Abteilung?

Die Frage ist nicht, ob eigene IT-Mitarbeiter gut sind, sondern ab welcher Größe und welchem Aufgabenmix sie wirtschaftlich eingesetzt werden können. Drei Bedingungen sprechen für eine eigene Abteilung:

  1. Eigene Anwendungen oder Prozesse: Wer eigene Software entwickelt, Produktionsanlagen anbindet oder eine Branchenlösung tief anpasst, braucht Wissen, das kein Dienstleister im Paket liefert.
  2. Hoher Anteil an Projektarbeit: Standorte eröffnen, Systeme migrieren, Abteilungen digitalisieren. Wer dauerhaft Projekte fährt, lastet eigene Leute aus.
  3. Regulatorische Anforderungen: Manche Branchen verlangen, dass bestimmte Rollen intern besetzt sind, etwa Informationssicherheitsbeauftragte.

Dagegen stehen drei Hürden, die in Kostenrechnungen oft fehlen. Erstens die Vertretung: Eine Person ist keine Abteilung. Arbeitnehmer in Deutschland waren 2025 im Schnitt 14,6 Arbeitstage krankgemeldet, hinzu kommen mindestens 24 Werktage gesetzlicher Urlaub, bei einer Fünf-Tage-Woche umgerechnet 20 Arbeitstage. Rechnet man mit rund 250 Arbeitstagen im Jahr, fehlt eine einzelne IT-Fachkraft allein dadurch an etwa 14 % der Tage, Weiterbildung nicht eingerechnet (eigene Umrechnung). Zweitens die Besetzung: In Deutschland fehlen laut Bitkom 79.000 IT-Fachkräfte, und 78 % der Unternehmen beobachten einen Mangel. Drittens die Breite: Ein Administrator soll Netzwerk, Server, Microsoft 365, Sicherheit und Anwenderbetreuung gleichzeitig abdecken. Das gelingt selten auf allen Feldern gleich gut.

Bei 25 Arbeitsplätzen und zwei Servern füllt die standardisierbare Arbeit in der Regel keine Vollzeitstelle. Bei 100 Arbeitsplätzen, mehreren Standorten und eigener Fachanwendung kann eine interne Stelle sinnvoll sein, die den Dienstleister steuert. Dazwischen sind hybride Modelle meist die wirtschaftlichste Antwort.

Welche Personal-, Werkzeug- und Vertretungskosten gehören in den Vergleich?

Total Cost of Ownership (TCO): Die Summe aller Kosten, die ein Betriebsmodell über einen festgelegten Zeitraum verursacht, einschließlich Personal, Werkzeugen, Vertretung, Einrichtung und externer Hilfe. Ein Vergleich, der nur Gehalt gegen Pauschale stellt, ist kein TCO-Vergleich.

Die folgende Tabelle stellt die Kostenbausteine der drei Betriebsmodelle gegenüber. Für Personalkosten werden bewusst keine Gehälter genannt; sie unterscheiden sich nach Region, Rolle und Erfahrung zu stark. Tragen Sie eigene Werte ein.

KostenbausteinIntern (eigene IT)Extern (Managed Services)Hybrid (Co-Managed)
PersonalBruttojahresgehalt × 1,29 je Stelle (Faustformel)Verbleibendes Personal, z. B. Teilzeit-KoordinationEine interne Stelle × 1,29 plus Monatspauschalen
Vertretung bei Urlaub und KrankheitZweite Person oder Bereitschaftsvertrag; rund 14 % Abwesenheit je Stelle (eigene Umrechnung)Beim Dienstleister; in den Stufen Standard und Rundum läuft die Server-Überwachung rund um die UhrDienstleister deckt Standardbetrieb, interne Stelle bleibt Einzelrisiko für Fachthemen
Werkzeuge (Monitoring, Fernwartung, Patch-Management, Ticketsystem)Lizenzkosten plus Einrichtung und PflegeIn der Pauschale enthaltenTeils enthalten, teils eigene Werkzeuge für Fachanwendung
Weiterbildung und ZertifizierungKurs- und Ausfallkosten je Person und JahrBeim DienstleisterFür die interne Stelle weiterhin nötig
Externe Spezialisten (Sicherheit, Migration)Nach Aufwand, bei bios-tec Stundensätze im Bereich von rund 100 bis 300 € netto je nach QualifikationTeilweise in der Pauschale, Rest nach AufwandNach Aufwand
Einrichtung und MigrationRekrutierung, Einarbeitung, WerkzeugaufbauEinmalig rund 25 bis 300 € je Arbeitsplatz oder ServerBeides anteilig
Lizenzen (Betriebssystem, Office, Fachsoftware)Eigene KostenEigene Kosten, Inventar in der PauschaleEigene Kosten
Koordination und SteuerungFührung der AbteilungVertragssteuerung, Freigaben, EskalationInterne Stelle steuert Dienstleister

Zwei Regeln machen den Vergleich belastbar. Erstens: identischer Leistungsumfang. Wenn die gewählte Stufe Überwachung rund um die Uhr mit Beginn der Bearbeitung innerhalb von 4 Stunden enthält, wie bei bios-tec die Stufe Standard für Server, muss das interne Modell dieselbe Abdeckung leisten oder der Unterschied wird als Risiko ausgewiesen. Zweitens: gleicher Betrachtungszeitraum, sinnvoll sind drei Jahre. Einrichtungskosten und Rekrutierung verteilen sich dann fair, und Vertragslaufzeiten lassen sich abbilden. bios-tec bietet nach eigener Angabe Laufzeiten von monatlich kündbar bis 36 Monate an, mit günstigeren Konditionen bei längerer Bindung.

Eine pauschale Einsparquote gibt es nicht. Die Ersparnis entsteht dort, wo ein Unternehmen für Standardaufgaben eine nicht ausgelastete Vollzeitstelle vorhält oder für Vertretung und Werkzeuge Kosten trägt, die eine Pauschale mitbringt.

Was kosten Managed Services für 25, 50 und 100 Arbeitsplätze?

Die Betreuung ist modular aufgebaut: je Arbeitsplatz, je Server und je gesichertem System. Die folgende Tabelle rechnet drei Beispielbetriebe mit den Orientierungsspannen durch; die Untergrenze entspricht der Stufe Basis, die Obergrenze der Stufe Rundum. Die Zahl der Server und gesicherten Systeme ist eine Annahme.

Position (Erfahrungswert bios-tec, netto)25 Arbeitsplätze, 2 Server50 Arbeitsplätze, 3 Server100 Arbeitsplätze, 5 Server
Arbeitsplatz-Betreuung, rund 5 bis 40 € je Arbeitsplatz/Monat125 bis 1.000 €250 bis 2.000 €500 bis 4.000 €
Server-Betreuung, rund 25 bis 200 € je Server/Monat50 bis 400 €75 bis 600 €125 bis 1.000 €
Datensicherung, rund 25 bis 200 € je gesichertem System/Monat (ein System je Server)50 bis 400 €75 bis 600 €125 bis 1.000 €
Monatspauschale gesamt (gerundet)rund 200 bis 1.800 €rund 400 bis 3.200 €rund 700 bis 6.000 €
Jahrespauschale (gerundet)rund 2.400 bis 21.600 €rund 4.800 bis 38.400 €rund 8.400 bis 72.000 €
Einrichtung einmalig, rund 25 bis 300 € je Arbeitsplatz und Serverrund 600 bis 8.100 €rund 1.300 bis 15.900 €rund 2.600 bis 31.500 €
Summe über 3 Jahre inkl. Einrichtung (gerundet)rund 7.000 bis 73.000 €rund 15.000 bis 132.000 €rund 27.000 bis 248.000 €

Alle Beträge netto, Spannen Erfahrungswert bios-tec, Summen eigene Rechnung, gerundet. Nicht enthalten sind Lizenzen, Hardware, Leistungen außerhalb der Pauschale und die Replikation der Datensicherung ins bios-tec-Rechenzentrum (nach Speichermenge, wenige Cent je GB und Monat).

Rechenbeispiel: 25 Arbeitsplätze, 2 Server, 2 gesicherte Systeme. Die Monatspauschale setzt sich so zusammen: 25 Arbeitsplätze × rund 5 bis 40 € = 125 bis 1.000 €; 2 Server × rund 25 bis 200 € = 50 bis 400 €; 2 gesicherte Systeme × rund 25 bis 200 € = 50 bis 400 €. Zusammen rund 200 bis 1.800 € im Monat, rund 2.400 bis 21.600 € im Jahr. Einmalig kommt die Einrichtung hinzu: 27 Geräte und Server × rund 25 bis 300 € = rund 600 bis 8.100 €. Über drei Jahre ergibt das rund 7.000 bis 73.000 € netto. Erweiterter Endpunktschutz für die Arbeitsplätze kommt mit rund 5 bis 35 € je Arbeitsplatz und Monat hinzu, hier also rund 125 bis 875 €. Ein konkretes Angebot erstellt bios-tec nach einem kurzen Erstgespräch.

Auf der internen Seite steht für denselben Zeitraum: Bruttojahresgehalt der IT-Stelle × 1,29 (Faustformel) × 3 Jahre, plus Vertretungslösung, plus Werkzeuglizenzen für Monitoring, Fernwartung, Patch-Management und Ticketsystem, plus Weiterbildung, plus Rekrutierungskosten, plus externe Spezialisten nach Aufwand. Tragen Sie diese Werte für Ihre Region und Rolle ein. Erst wenn beide Spalten vollständig sind, ist die Entscheidung eine Rechnung und keine Vermutung.

Zwei Hinweise. Die Arbeitsplatz-Betreuung deckt den überwachten Betrieb ab, nicht einen unbegrenzten Helpdesk; Anwenderanfragen darüber hinaus werden nach Aufwand abgerechnet. Und die Einrichtung ist kein Nebenposten: Bei 100 Arbeitsplätzen entspricht sie rund vier bis fünf Monatspauschalen und gehört in die Dreijahresbetrachtung.

Welche Aufgaben und Verantwortungen bleiben intern?

Die häufigste Enttäuschung bei Managed Services entsteht nicht durch schlechte Leistung, sondern durch unklare Zuständigkeit. Der Dienstleister überwacht die Server, aber niemand hat festgelegt, wer neue Mitarbeiter anlegt, wer die Branchensoftware aktualisiert oder wer entscheidet, ob eine Sicherheitslücke sofort oder am Wochenende geschlossen wird. Die folgende Verantwortungsmatrix ordnet die typischen Aufgaben den drei Betriebsmodellen zu. „U“ steht für Unternehmen, „D“ für Dienstleister, „U+D“ für geteilte Verantwortung mit festgelegtem Verfahren.

AufgabeInternExtern (Managed Services)Hybrid (Co-Managed)
IT-Strategie, Budget, InvestitionsentscheidungenUUU
Vertrags- und Anbietersteuerung, EskalationUUU (interne IT-Stelle)
Monitoring, Updates, BereinigungUDD
Datensicherung, Testrücksicherung, NotfallplanUD (bei bios-tec je nach Stufe; Rundum mit monatlicher Testrücksicherung und Notfallübung)D
Anwenderunterstützung erste StufeUU+D (vereinbarten Umfang klären)U (interne Stelle)
Fachanwendungen (ERP, Branchensoftware, Produktion)UU, Hersteller-SupportU (interne Stelle)
Benutzerverwaltung, Ein- und AustritteUU+D (Freigabe U, Ausführung D)U+D
Informationssicherheit: VerantwortungUUU
Informationssicherheit: technische UmsetzungUDD
Datenschutz nach DSGVO: VerantwortlicherUU (Dienstleister als Auftragsverarbeiter)U
Beschaffung und LizenzmanagementUU+D (Inventar in allen Stufen enthalten)U+D
IT-DokumentationUD (bei bios-tec optional als Pflege-Baustein)U+D

Drei Zeilen verdienen besondere Aufmerksamkeit. Die Verantwortung für Informationssicherheit lässt sich nicht delegieren, nur die Umsetzung. Wer als Geschäftsführung haftet, muss wissen, welche Maßnahmen der Dienstleister erbringt und welche nicht; bios-tec führt zum Beispiel den erweiterten Endpunktschutz (EDR) als eigenen Baustein für rund 5 bis 35 € je Arbeitsplatz und Monat, nicht als Bestandteil der Arbeitsplatz-Betreuung. Beim Datenschutz bleibt das Unternehmen Verantwortlicher im Sinne der DSGVO; der Dienstleister handelt als Auftragsverarbeiter, was einen entsprechenden Vertrag voraussetzt. Und bei der Anwenderunterstützung entscheidet der vereinbarte Umfang: Die Arbeitsplatz-Betreuung von bios-tec enthält Fernwartung und Alarmierung, ein unbegrenzter Helpdesk ist jedoch nicht Teil der Pauschale.

Für die Praxis empfiehlt sich, diese Matrix als Anlage in den Vertrag aufzunehmen. Jede Zeile bekommt einen Namen auf Kundenseite und einen auf Dienstleisterseite. Was in der Matrix fehlt, ist nicht beauftragt.

Wann ist ein hybrides Betriebsmodell sinnvoll?

Co-Managed IT: Ein Betriebsmodell, in dem eine interne IT-Stelle und ein Managed Service Provider die Aufgaben nach einer festen Matrix teilen, statt dass eine Seite alles übernimmt. Das Modell löst das Grundproblem kleiner IT-Abteilungen: Eine oder zwei Personen können nicht gleichzeitig Überwachung rund um die Uhr, Spezialwissen auf allen Feldern und Vertretung sicherstellen. Der Dienstleister übernimmt genau diese drei Punkte, die interne Stelle das, was eine Pauschale nicht kann.

Vier Situationen sprechen für Hybrid:

  • Eigene Fachanwendung mit hohem Betreuungsbedarf. Die interne Stelle kennt das ERP, die Produktion oder das Kanzleiprogramm; der Dienstleister hält die Plattform darunter stabil.
  • Wachstum oder Standortausbau. Projekte binden die interne Person, der Standardbetrieb darf darunter nicht leiden.
  • Nachfolge oder Ausfall. Wenn der langjährige Administrator ausscheidet, sichert der Dienstleister den Betrieb, während Wissen übergeben oder eine Nachfolge gesucht wird. Bei 97 % der Unternehmen mit Besetzungsproblemen ist das kein theoretischer Fall.
  • Sicherheitsanforderungen über dem eigenen Können. Überwachung rund um die Uhr mit Beginn der Bearbeitung innerhalb von 2 Stunden, wie in der Stufe Rundum für Server, ist mit einer Einzelperson nicht darstellbar.

In der Kostenrechnung bedeutet Hybrid: eine interne Stelle mit Vollkosten (Gehalt × 1,29) plus die Pauschalen für den Standardbetrieb. Das ist in Summe teurer als reines Managed Service, aber oft günstiger als zwei interne Stellen mit Werkzeugen und Vertretung. Entscheidend ist, dass die interne Stelle nicht die Aufgaben doppelt macht, die der Dienstleister bereits erbringt, sonst zahlt das Unternehmen zweimal für dasselbe Monitoring.

bios-tec bildet das hybride Modell über Bausteine ab: Die Stufe Rundum enthält ein regelmäßiges IT-Strategiegespräch; die Pflege der IT-Dokumentation ist als eigener Baustein buchbar, zur Orientierung rund 50 bis 150 € im Monat. Die interne Stelle bekommt damit Abstimmungstermine und eine gepflegte Dokumentation, ohne beides selbst aufzubauen. Wer noch keinen internen Ansprechpartner hat, kann die Steuerung zunächst über die IT-Beratung von bios-tec abdecken und die Stelle später besetzen.

Wie vergleicht man SLA, Servicefenster und Ausfallvertretung?

Service Level Agreement (SLA): Die vertragliche Festlegung, welche Leistung in welcher Qualität und Zeit erbracht wird, einschließlich Regelungen zu Reaktionszeiten und Support-Abläufen. Servicefenster: Der Zeitraum, in dem der Dienstleister Störungen bearbeitet und geplante Wartungen durchführt, zum Beispiel Werktage 8 bis 18 Uhr oder rund um die Uhr. Reaktionszeit: Die Zeit bis zur ersten qualifizierten Rückmeldung; sie ist nicht die Zeit bis zur Lösung.

Die folgende Prüfliste zeigt, welche Punkte zwischen internem Modell, Dienstleisterangebot und den Betreuungsstufen von bios-tec zu klären sind. Alle Zeiten sind Reaktionszeiten mit Bemühenspflicht, also der Beginn der Bearbeitung, keine Lösungs- oder Verfügbarkeitsgarantie. Für Arbeitsplätze wird die Reaktionszeit je Stufe vertraglich festgelegt.

PrüfpunktFrage an das interne ModellFrage an den Dienstleisterbios-tec nach Betreuungsstufe
ÜberwachungsintervallWer schaut nachts und am Wochenende auf die Server?Wie oft wird geprüft, wie wird alarmiert?Basis täglich mit Meldung per E-Mail; Standard und Rundum rund um die Uhr mit Meldung ins Ticketsystem, Rundum am engmaschigsten
Reaktion bei kritischer StörungWer greift ein, wenn der Administrator im Urlaub ist?Innerhalb welcher Zeit beginnt die Bearbeitung?Server: Standard innerhalb 4 h, Rundum innerhalb 2 h (Reaktionszeit, Bemühenspflicht); Basis ohne feste Reaktionszeit
Servicefenster und Vor-OrtWelche Zeiten sind abgedeckt, wer fährt raus?Welche Zeiten gelten, was kostet Vor-Ort?Reaktionszeit für Arbeitsplätze je Stufe vertraglich festgelegt; Vor-Ort-Anfahrt nach Vereinbarung laut Angebot
Sicherheitsupdates und PflegeWer bewertet und gibt frei?Automatisch oder manuell, nach welchem Kriterium?Basis Sicherheitsupdates; Standard zusätzliche Sicherheitsprüfungen und regelmäßige Bereinigung; Rundum monatliche Pflege und Prüfungen
Datensicherung und RücksicherungstestWann wurde zuletzt eine Rücksicherung getestet?Wie oft wird getestet, wer dokumentiert?Standard regelmäßige Testrücksicherung; Rundum monatliche Testrücksicherung, Notfallplan-Prüfung und Notfallübung
Berichtswesen und AbstimmungWer berichtet der Geschäftsführung?Welche Berichte, in welchem Takt?Basis Meldungen per E-Mail; Standard und Rundum über das Ticketsystem; Rundum zusätzlich regelmäßiges IT-Strategiegespräch
VertretungZweite Person vorhanden?Teamgröße, Urlaubsregelung, Eskalationskette?Fester Ansprechpartner laut Website; Vertretungsregelung im Angebot klären
Laufzeit und KündigungKündigungsfrist der StelleMindestlaufzeit, Kündigungsfrist, PreisanpassungLaut Website monatlich kündbar bis 36 Monate wählbar

Beim internen Modell gehören dieselben Fragen in die Rechnung. Wer Überwachung rund um die Uhr verlangt, braucht einen Bereitschaftsdienst mit Zuschlägen oder einen Dienstleister für die Nacht; beides ist ein Kostenposten für die Tabelle der Kostenbausteine. Das interne Modell braucht dieselben Kennzahlen wie der Dienstleister, sonst vergleicht man Zusage mit Hoffnung.

Wie gelingt der Anbieterwechsel ohne Wissensverlust?

Exit-Klausel: Die vertragliche Regelung, welche Unterlagen, Daten und Unterstützungsleistungen der Dienstleister bei Vertragsende in welcher Frist herausgibt. Abhängigkeit entsteht nicht durch den Vertrag, sondern durch fehlendes eigenes Wissen: Wer die eigene IT-Konfiguration nicht kennt, kann nicht wechseln, egal wie kurz die Kündigungsfrist ist. Der Schutz beginnt deshalb am ersten Tag.

Fünf Punkte gehören in jeden Managed-Service-Vertrag:

  1. Dokumentation gehört dem Unternehmen. Systeme, Konfigurationen, Netzpläne und Zugänge werden fortlaufend dokumentiert und sind jederzeit einsehbar. bios-tec gibt an, bei der Übernahme eine Dokumentation aufzubauen, die anschließend dem Kunden gehört; eine einmalige IT-Dokumentation liegt für Umgebungen bis etwa zehn Server erfahrungsgemäß bei rund 500 bis 4.000 €, größere Umgebungen auf Anfrage.
  2. Administrative Zugänge liegen beim Unternehmen. Der Dienstleister arbeitet mit eigenen Konten, die Hauptzugänge bleiben in Kundenhand und werden im Notfall-Umschlag oder Passwortsafe hinterlegt.
  3. Lizenzen laufen auf das Unternehmen. Microsoft-365-Tenant, Domains und Zertifikate dürfen nicht auf den Dienstleister registriert sein.
  4. Datenherausgabe mit Format und Frist. Sicherungen, Postfächer und Konfigurationen werden in einem lesbaren Format innerhalb einer festgelegten Frist übergeben; Löschung beim Altanbieter wird bestätigt.
  5. Übergabeunterstützung nach Aufwand. Der Altanbieter unterstützt den Nachfolger für einen definierten Zeitraum; die Vergütung dafür steht im Vertrag, nicht im Streit.

Das gilt in beide Richtungen: beim Wechsel zu bios-tec ebenso wie beim späteren Wechsel zu einem anderen Anbieter oder zurück zu einer eigenen Abteilung. bios-tec beziffert die Übernahme als einmaligen Aufwand nach der Bestandsaufnahme, abhängig von Größe und Zustand der Umgebung. Den Ablauf beschreibt die Seite IT-Dienstleister wechseln.

Was nicht enthalten ist

Für den Vergleich ist diese Liste wichtig, weil die interne Stelle viele dieser Punkte nebenbei erledigt und sie deshalb in keiner Rechnung auftauchen. Beim externen Modell werden sie sichtbar; die Kosten entstehen in beiden Fällen.

  • Software-Lizenzen für Betriebssysteme, Microsoft 365, Fachanwendungen. Die Pauschale enthält das Inventar, nicht die Lizenzen.
  • Hardware und Ersatzgeräte. Beschaffung erfolgt separat.
  • Projekte wie Migrationen, Standorteröffnungen oder Einführung neuer Systeme: nach Aufwand oder Festpreis.
  • Unbegrenzter Anwender-Helpdesk. Die Arbeitsplatz-Betreuung enthält Fernwartung und Alarmierung; Anwenderanfragen über den vereinbarten Umfang hinaus werden nach Aufwand abgerechnet.
  • Vor-Ort-Anfahrt. Nach Vereinbarung laut Angebot.
  • Sicherheits- und Zusatzbausteine wie erweiterter Endpunktschutz bis EDR (rund 5 bis 35 € je Arbeitsplatz und Monat) und E-Mail-Archivierung (rund 20 bis 150 € im Monat je nach Benutzerzahl).
  • Replikation der Datensicherung ins bios-tec-Rechenzentrum: nach Speichermenge, wenige Cent je GB und Monat.
  • Beratung zu Strategie, Anbieterwahl oder Sicherheitskonzept: nach Aufwand, Rahmen vorab.

Für Leistungen außerhalb der Pauschale bietet bios-tec Stundenkontingente im Voraus mit Mengenrabatt je nach Volumen an; wer regelmäßig Projekt- oder Supportstunden braucht, senkt damit den Preis je Stunde. Am Markt sind daneben Rundum-Pakete mit Support-Kontingent oder Support-Pauschale üblich; ob ein Anbieter das einschließt, gehört in die Angebotsprüfung.

So gehen Sie vor

bios-tec auf einen Blick

FaktWert
Erfahrungseit 1999 IT-Services, seit 2010 als bios-tec GmbH
BetreuungsstufenBasis (Überwachung und Pflege), Standard (plus Ticketsystem, feste Reaktionszeit), Rundum (plus kürzeste Reaktion, Notfallübung, IT-Strategiegespräch); jeweils für Arbeitsplätze, Server und Datensicherung
Orientierung Arbeitsplatz-Betreuungrund 5 bis 40 € je Arbeitsplatz und Monat, Basis bis Rundum
Orientierung Server-Betreuungrund 25 bis 200 € je Server und Monat, Basis bis Rundum
Orientierung Datensicherungrund 25 bis 200 € je gesichertem System und Monat, Basis bis Rundum
Einrichtungeinmalig rund 25 bis 300 € je Gerät oder Server
Reaktionszeiten (Bemühenspflicht)Server: Standard Beginn der Bearbeitung innerhalb 4 h, Rundum innerhalb 2 h; Arbeitsplätze je Stufe vertraglich festgelegt
Leistungen außerhalb der PauschaleStundensätze im Bereich von rund 100 bis 300 € netto je nach Qualifikation; alle Spannen netto, gerundet, kein Angebot
Angebotindividuell nach kurzem Erstgespräch, laut Website kostenlos

Die Entscheidung zwischen Managed Services, eigener Abteilung und Hybrid ist keine Grundsatzfrage, sondern eine Rechnung mit drei Eingaben: Leistungsumfang, Verfügbarkeit, Zeitraum. Wer sie mit eigenen Zahlen durchführt, kommt in der Regel zu einem klaren Ergebnis. Wer sie überspringt, entscheidet nach Bauchgefühl und zahlt den Unterschied später.

Autor: Matthias Becker, Geschäftsführer der bios-tec GmbH.

Häufige Fragen

Ersetzt ein MSP die interne IT vollständig?

Nein. Ein Managed Service Provider übernimmt definierte, wiederkehrende Leistungen wie Monitoring, Updates und Datensicherung und verantwortet deren Erbringung. Strategie, Budget, Datenschutzverantwortung und Fachanwendungen bleiben im Unternehmen. Für kleine Betriebe ohne eigene IT-Stelle deckt ein MSP den Betrieb ab; ab einer gewissen Größe steuert eine interne Person den Dienstleister.

Wer verantwortet die Informationssicherheit?

Die Verantwortung bleibt bei der Geschäftsführung, die technische Umsetzung kann an den Dienstleister gehen. Welche Maßnahmen enthalten sind, steht in der gewählten Stufe: Bei bios-tec gehört Virenschutz zur Basis, der erweiterte Endpunktschutz (EDR) ist ein eigener Baustein für rund 5 bis 35 € je Arbeitsplatz und Monat (Erfahrungswert bios-tec). Nicht gebuchte Bausteine sind nicht abgedeckt.

Wie plane ich Urlaub und Krankheit bei einer eigenen IT-Stelle ein?

Rechnen Sie mit rund 14 % Abwesenheit je Stelle: 2025 waren Arbeitnehmer im Schnitt 14,6 Arbeitstage krankgemeldet, hinzu kommen mindestens 24 Werktage gesetzlicher Urlaub. Eine einzelne Stelle braucht daher eine Vertretung, entweder eine zweite Person oder einen Dienstleister mit Bereitschaft. Diese Kosten gehören in den Vergleich.

Welche Restkosten bleiben bei Managed Services?

Lizenzen, Hardware, Projekte, Vor-Ort-Anfahrten und Leistungen außerhalb der Pauschale. Bei bios-tec werden Leistungen außerhalb der Pauschale mit Stundensätzen im Bereich von rund 100 bis 300 € netto je nach Qualifikation abgerechnet (Erfahrungswert bios-tec). Dazu kommt intern die Zeit für Vertragssteuerung, Freigaben und Abstimmung, die in keiner Pauschale enthalten ist.

Wie vermeide ich Anbieterabhängigkeit?

Dokumentation, administrative Zugänge, Lizenzen und Domains müssen dem Unternehmen gehören, nicht dem Dienstleister. Vereinbaren Sie eine Exit-Klausel mit Format und Frist für die Datenherausgabe und Übergabeunterstützung nach Aufwand. bios-tec gibt an, dass die bei der Übernahme aufgebaute Dokumentation anschließend dem Kunden gehört.

Wann lohnt sich Co-Managed IT?

Wenn genug Fach- oder Projektarbeit für eine interne Stelle anfällt, aber Überwachung rund um die Uhr, Vertretung und Spezialwissen intern nicht wirtschaftlich darstellbar sind. Typisch ist das bei etwa 40 bis 150 Arbeitsplätzen mit eigener Fachanwendung. Die interne Stelle steuert und betreut die Fachanwendung, der Dienstleister hält den Standardbetrieb stabil.

Was kosten Managed Services für 50 Arbeitsplätze bei bios-tec?

Für 50 Arbeitsplätze mit drei Servern und drei gesicherten Systemen liegt die Monatspauschale je nach Betreuungsstufe bei rund 400 bis 3.200 € netto, zuzüglich einmaliger Einrichtung von rund 1.300 bis 15.900 € (Erfahrungswert bios-tec, gerundet; Untergrenze Basis, Obergrenze Rundum). Lizenzen, Hardware und Leistungen außerhalb der Pauschale kommen hinzu. Ein konkretes Angebot erstellt bios-tec nach einem kurzen Erstgespräch.

Wie lange dauert der Wechsel zu einem Managed Service Provider?

Laut bios-tec üblicherweise wenige Wochen von der Bestandsaufnahme bis zum Stichtag, abhängig von Größe und Zustand der Umgebung. Der Ablauf umfasst Bestandsaufnahme, Parallelbetrieb, Stichtag und laufende Betreuung. Eine laufende Kündigungsfrist beim Altanbieter wird als Vorbereitungszeit für den Parallelbetrieb genutzt, nicht als Wartezeit.

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